Montag, 31. Oktober 2022

Halloween





halloween, halloween, lasst uns gruselig um die häuser ziehn,

an den türen fragen süsses, oder saures, es ist halt ein verrückter spleen.

nicht nur die kinder tragen kostüme an diesem tag,

nein auch erwachsene tragen welche, wenn man es mag.

halloween, halloween, bei manchen klappern die knochen,

bei manchen klappert das gebiss,

manche freuen sich das ganze jahr auf diesen einen tag und

andere sagen macht nicht so ein geschiss.

halloween, halloween, die kinderlein rasen von haus zu haus

und hoffen auf was süsses, aber manche eltern holen zahnpasta raus,

das ist nur toll für ökokinder, die dürfen nichts süsses essen,

etwas süsses ungefragt zu verteilen, finden solche eltern vermessen.

halloween, halloween, manche kinder gruseln sich,

andere kinder lachen, einige wandern mit laternenlicht.

parties gibt es für erwachsene und auch für kinder,

heute werden viele männer und frauen wieder sünder.

halloween, halloween, die partygäste sind jetzt blau,

einige menschen sind so betrunken, das ist der supergau.

manche kinder und auch erwachsene knallen fest und fester,

vielleicht liegt es am punsch, da denken die es wäre silvester

halloween, halloween, die kinder sortieren ihre gesammelten sachen

 in ruh,

ein nachthupferl noch, es wird mächtig gegähnt, dann fallen den kleinen

 die augen zu.

halloween, halloween. die meisten feten sind jetzt zu ende die menschen

 strömen heim,

 ich wünschte, michael myers mischte sich hier mal ein.

dann wären nächstes halloween weniger leute über die man sich 

 ärgern muss,

die meisten sind nun im land der träume, auch ich bin  müde, geh ins bett und

 nun ist schluss.....





Freitag, 28. Oktober 2022

die wilde Affenbande









 in einem fernen lande irgendwo im nirgendwo,

lebte eine affenbande in einem alten zoo.

der zoo war seit längerem verlassen und leer,

nur die wilden affen rannten da noch hin und her.

sie hatten glück, denn im zoo gab es eine bananenplantage,

so konnten sie überleben in der verlassenen tierparkanlage.

sie wollten trotzdem in freiheit leben endlich aus diesem 

gefängnis raus,

ihr anführer, der weise bongo, hatte eine idee und versammelte

alle  im affenhaus.

bongo hörte sich erstmal die vorschläge der anderen an,

die waren allesamt schlecht, er war ein schlauer affenmann,

er wusste genau was sie zu tun hätten damit die flucht gelingt,

sie mussten nur eine räuberleiter bilden  bis einer über die mauer springt.

auf diese weise könnte der mauerspringer von aussen das tor 

aufstossen.

gesagt, getan, das tor war nun offen, sie kreischten vor freude,

da wurde aufeinmal geschossen.

zum glück waren nur wenige  aus dem zoo geflohen,

denn die, die schon draussen waren wollte man bedrohen.

doch bongo der affenchef mobilisierte seine wilde horde,

die kreischten wie verrückt, sooo laut, so verhinderten sie morde

und die angreifer wichen zurück, die affen kreischten noch weiter,

 die bösen buben sollten verschwinden, die stimmung, die war heiter,

denn die wilde affenbande hatte die schiesswütigen gestalten vertrieben,

die kamen hoffentlich nicht wieder, die horde hatte geschichte geschrieben,

denn die bösen gesellen waren bis dato unbesiegt, einen kampf hatte 

keiner gewagt,

doch bongo der mutige affenleiter, wollte lieber sterben als nachzugeben,

so wurde es mir gesagt.

die wilde affenbande fand eine neue heimat, die nahe oase sham el shady,

der schimpansenanführer wählte sich endlich eine frau und die bekam ein baby,

nicht nur das eine, sondern viele nachkommen zeugten er und seine mannen,

sie führten ein sorgenfreies leben in der oase und waren frei und nicht mehr

in einem zoo gefangen.




                                                                                                                                            

die betrunkene Frau und die Warzen

 





zwei warzen hingen im gesicht der frau von torsten

 die frau war blau und die dinger hatten sogar borsten. 

dieses weib war so blau, dass sie nicht mal mehr mitbekam

wie die ganze kneipe sich über sie ausliess, wie infam.

die warzen fühlten sich nicht wohl, an ihnen wurde gezupft

sie hatten angst, dass die frau die borsten aus wut ausrupft.

sie überlegten hin und auch noch her,

sie dachten nach, geradeaus und dann noch quer,

da kam ihnen die glorreiche idee, der umnebelten und betrunkenen 

frau einzureden,

dass die borsten "sanft" entfernt werden müssten, sonst führten sie zu

 ernsthaften schäden.

doch im moment war die dame zu hinüber und viel zu besoffen,

sie hätte in diesem zustand sowieso nicht die borsten getroffen.

sie wankte nach hause, die warzen waren froh,

die frau fiel ins bett und schnarchte auch noch so.

die warzen waren neu in dem gesicht, sie hatten sich gerade erst

aus bakterien entwickelt,

deswegen konnten sie nicht wissen, dass die frau sich 5x die woche

in diesen zustand verwickelt.

aber der frau wurde übel und torkelte ins bad, kniete nieder vor dem klo

  um sich zu übergeben,

danach schaute sie in den spiegel, bekam einen schreck und wollte

nicht zugeben,

dass sich in ihrem gesicht zwei borstige warzen befanden die jeder sah,

in ihrem zustand war sie nicht herr ihrer sinne und schwebte in gefahr,

genauso wie die armen warzen, denn die betrunkene und verwirrte frau,

holte eine rasierklinge aus dem schrank und wütete wie eine wilde sau,

sie schnitt die warzen einfach aus ihrem gesicht,

es blutete mächtig, aber das interessierte sie nicht.

die frau war zufrieden, die warzen waren jetzt weg, 

dann sah sie das viele  blut und viel in ohnmacht vor schreck.

die armen warzen waren wirklich in grosser not,

doch nun ist eh alles zu spät, jetzt sind sie tot.






der Froschprinz

   







in einem kühlen grunde,
sass der tuntenfrosch kunigunde,
er wollte diesen ort nicht mehr verlassen,
denn er war so hässlich, jeder musste ihn hassen.
sein gesicht von warzen ganz entstellt,
so konnte er doch nicht hinaus in die welt.
er wünschte sich ein vollwertiger menschenmann zu sein,
dann wär er nicht mehr so allein,
denn dann käme ein schöner prinz daher
und würde den frosch küssen und mehr,
woraufhin dann auch ein prinz aus ihm werden würde,
doch er war ein tuntenfrosch, ein hässlicher, welch eine bürde.
so sass kunigunde tagein und tagaus,
in diesem kühlen grunde ganz allein,  welch ein graus.
da trug es sich zu, dass der königssohn,
sich aufmachte, er suchte den richtigen für den thron.
der königssohn war durstig und ging an den bach,
daneben der kühle grund mit kunigunde, der wurd schon ganz schwach,
denn der königssohn war gar wundervoll anzusehen,
er war eine schönheit vom kopf bis zu den zehen.
als der prinz sich zum bache bewegte,
sah er kunigunde, der vor erregung nur bebte.
der prinz sah den blick, ganz ängstlich mit panik in den augen,
er nahm kunigunde in den arm, drückte ihn an sich, man konnte es kaum glauben,
ein drang überkam den königssohn,
er wollte einen kuss als finderlohn.
er presste seine lippen auf die von kunigunde,
da machte es peng und der tuntenfrosch schaute erstaunt in die runde,
aus kunigunde wurde ein mann namens kunibert,
der königssohn setzte eben diesen auf sein prächtiges pferd,
er ritt mit ihm in sein königreich,
er wollte den thron mit ihm teilen, sofort und sogleich.
der kuss des prinzen rettete kunigunde das leben,
nun war er ein mann und konnte nach höherem streben,
die beiden waren das erste schwule pärchen auf einem thron,
das war für all das warten im kühlen grunde nur der gerechte lohn.
der verwandelte frosch hatte seine identität wiedergefunden,
der prinz heilte nicht nur sein herz, sondern auch seine wunden.
beide gaben sich bei der hochzeit als krönung noch einen kuss
und wenn sie inzwischen gestorben sind, dann ist jetzt hier schluss...









Donnerstag, 27. Oktober 2022

die schwarze Rose (mit Widmung)










 Eine schwarze Rose, so schön und so perfekt wie der Morgentau,

liegt auf einem Grab, jemand tat sie dort hin, aber es war keine Frau,

nur ein Mann mit schlechtem Gewissen würde so eine Rose wählen,

nur ein Mann, der sehr liebt kann sich so mit starken Vorwürfen quälen,

so dass er eine schwarze Rose wählte für die Frau die er liebt und vermisst.

Ihn belastete die Schuld, dass er ihr nie sagte, dass sie die Einzige für ihn ist,

dass er viel zu selten zu ihr kam und zu wenig da war für sie in der Not,

er hatte sie viele Jahre nicht gesehen, nun war es zu spät, nun war sie tot.

Er weinte an ihrem Grab bittere Tränen und bereute sein handeln so sehr,

sie hatte ihn oft gewarnt wie schnell es gehen könne und sie wäre nicht mehr,

aber er wollte ihr nicht glauben, dachte nur an sich und sein Geld,

nun hatte er zwar noch das Geld, aber nicht mehr das Liebste auf der Welt.

Tiefe Nebelschwaden hüllten ihn ein und erinnerten ihn an die Nächte mit ihr,

als er noch zur Höchstform auflief und er sie nahm wie ein Stier.

All die schönen Erinnerungen manifestierten sich in seinem Kopf, das war das Ziel,

er dachte an Vanessa, Lea und Arena, die bedeuteten ihm auch mal viel,

zusammen hatten sie dereinst so viel Spass, aber dann fand auch das ein Ende.

Das Leben war sehr hart für ihn und seine Liebste..."sie" hoffte so sehr auf eine Wende.

Er stand noch immer da und starrte auf die Rose, mit seinen Tränen benetzt,

er konnte sich nicht beruhigen, er war noch immer über ihren Tod zutiefst entsetzt.

Er rief voller Verzweiflung nach seiner Frau Maus, er klagte in die finstere Nacht,

ach könnte ich sie nochmal in meinen Armen halten, ich hab so viel Fehler gemacht,

ich hätte ihr noch so viel sagen müssen, ihr zuhören sollen, anstatt so oft nur  

 zu schlafen und zu schweigen, 

 auch wenn es schwer zu glauben sein mag, ich würde für eine Minute mit ihr sogar  

in die Hölle hinabsteigen.

Er holte eine zweite schwarze Rose hervor, es zitterten seine Hände, als er die Rose 

neben die erste legte, auf das kalte Grab,

alles war so dunkel, so unwirklich und dann dazu der dichte Nebel, es war wie

in einem alten Horrorfilm, sein Blick sank hinab,

er stand reglos da, die Tränen wollten nicht versiegen, all diese Gedanken hatte er 

viel zu lange unterdrückt,

er weinte und seufzte in die dunkle Nacht, den Blick aufs Grab gerichtet und wurde 

vor Kummer fast verrückt,

er hatte ihr nie seine Liebe gestanden, sie war doch die Richtige für ihn,

nur sie liess ihn sein wie er ist, nur sie hatte ihm immer alles verziehn.

Da wurde ihm immer bewusster, dass alles mal ein Ende hat und er sie nie wieder 

sehen, nie wieder bei sich haben würde.

Die Gedanken daran liessen ihn einfach nicht los, er sah in nichts mehr einen Sinn

 im Leben, alles war nur noch eine Bürde.

Frau Maus liebte ihren Herr Maus über alle Massen, dass sie vor Herzeleid starb,

weil er nicht mehr zu ihr kam, er nichts änderte, es keine Wende gab,

sie hatte bis zum Tode gehofft, aber sie bekam leider nie den ersehnten Heiratsantrag,

er dachte nie darüber nach, nein, er ahnte nicht mal, dass ihr so viel daran lag,

er hatte ihr versprochen bei ihr zu sein und ihre Hand zu halten so lange bis sie 

für immer ihre Augen schloss,

er schaffte es leider nicht, ihr letzter Gedanke galt trotzdem nur ihm allein, sie 

 verzieh alles, denn ihr Herz war so gross.

Er wollte nicht weiter ohne seine Liebste sein, er holte ein Messer heraus,

er rammte es sich mitten ins Herz, und starb auf dem Grab von Frau Maus.

 Sein Blut tränkte die Rosen und das Grab in finsterer Nacht,

 der Mond und eine klagende Eule hielten bei diesem Szenario wacht.

Die schwarzen Rosen lagen da, so frisch, so schön, als wäre nichts geschehen,

 nur der Mond und die Eule waren Zeugen, sonst hatte niemand etwas gesehen.

Die zwei Rosen liegen noch immer auf dem Grab, so schwarz und so schön,

 sie sind noch immer mit Blut getränkt und frisch, jeder kann es sehn,

die Leute erzählen sich noch heute die Geschichte der Rose, sie ist so schaurig schön,

für unser Liebespaar endete sie allerdings tragisch, so herzzerreissend anzusehn.

Das Rätsel um die nie verwelkenden Rosen wurde, trotz intensiver Recherchen und

vielen Untersuchungen, nie vollständig gelöst,

wäre Herr Maus nicht durch eigene Hand gestorben, er wäre sicher schon längst

auf seiner Couch für immer eingedöst und verwest.

Die Geschichte ist hier zu Ende, bald ist wieder Vollmond und dann tanzen 

wabernde Nebelgestalten um dieses eine besondere Grab.

Weint nicht um unsere Protagonisten, denn dies ist ja nur eine Geschichte und 

die Nacht ist bald vorbei und es beginnt ein neuer Tag.




die weisse Taube




auf meinem fensterbrett da sitzt eine taube, die federn ganz weiss,
sie hat drei ringe am fuss, ist mir zugeflogen und auf dem brett trocknet ihr scheiss'.
sie ist so schlau, sehr verwöhnt und hat unser herz gewonnen,
 bei ihren besitzern sind sicher schon viele tränen geronnen,
denn diese taube ist zahm und sehr hübsch, ein tolles tier,
sicherlich auch wertvoll, ich hoffe sie fliegt bald wieder in ihr revier.
jeden tag dreht sie ihre runden und kommt dann wieder aufs fensterbrett zurück,
 ein raubvogel jagte sie, sie landete hier bei mir, das war ihr glück.
nun muss ich geduld bewahren, bis sie wieder weiterfliegen kann
wenn sie erholt genug ist und dann heimwärts segelt irgendwann.
so lange wird sie noch hier sitzen, uns freude bereiten. das fensterbrett vollkacken,
sich den kropf vollfressen, gurren und uns erstaunen  mit ihren macken.
heute war es soweit, die weisse taube kam nicht mehr wieder, flog weiter
 nach hause in ihren taubenschlag, die besitzer sind sicher froh und heiter,
ich wünsche der taube von herzen noch ein schönes vogelleben,
dies sollten wir menschen von herzen allen tieren wünschen und geben
das ist nun schon 7 jahre her und ich hoffe die weisse taube lebt noch zufrieden
in ihrem taubenschlag
ansonsten wünsche ich mir von ganzem herzen, dass sie ein schönes leben hatte
und ohne qual ihr leben gab.





Montag, 24. Oktober 2022

das Krokodil Amon Düül


 in einem sumpf in florida, in den mangroven, da lebte einst ein krokodil,

es hatte auch einen namen, nicht schnappi, sondern amon düül*,

es war ein aussergewöhnliches exemplar, denn es war weiss,

es sah zwar klasse aus, aber zum vertarnen, dann eher scheiss.

es versteckte sich unter wasser, die sonne schien erbarmungslos, es 

blieb dort trotzdem den ganzen tag,

es fing sich ein paar fische, doch das reichte bei weitem nicht, sein

 magen knurrte ganz arg.

als die sonne dann endlich unterging, kam amon düül aus dem wasser

in den mangroven in florida,

er hatte glück, vor ihm ruhte ein wasserschwein, das war noch jung und

 unerfahren, er frass es mit haut und haar.

gesättigt und mit dickem bauch blieb er am ufer liegen,

er wusste ja nicht, dass ein jäger ihn suchte und der wollte ihn kriegen,

krokodile werden auch heute noch gejagt wegen ihrer haut,

um taschen, schuhe, gürtel draus zu machen, wie mir das graut.

ein albino krokodil wie amon düül war äusserst selten und daher kostbar,

es würde dem jäger ruhm und ehre bringen und mächtig viel zaster.

der jäger schlich sich immer näher ran und wartete auf den moment

für einen schuss, einen perfekten,

denn dieser schuss musste richtig sitzen, sonst würde es im sumpf

verschwinden und nicht verrecken,

doch das krokodil war schlau, es hatte erfahrung und war gerissen,

es rannte auf den jäger zu und hat ihm einfach ins bein gebissen.

wie man sich denken kann ist so ein biss nicht nur ein kleiner kratzer,

der jäger fiel um mit verdruss,

denn amon düül riss ihm das ganze bein ab, verschwand damit im sumpf und

frass es mit viel genuss.

der jäger wurde gerettet, lebt nun mit einem bein und kann nicht mehr jagen,

das krokodil lebte noch lange und war immer auf der hut vor gefahren.

solltet ihr mal so ein seltenes wesen sehen, dann habt achtung davor wie bei

jedem anderen gefährlichem tier, das sind nicht nur thesen

versucht nicht es zu fangen, denn es würde euch nicht gelingen, am ende

zieht ihr den kürzeren und das wärs dann für euch gewesen.


*amon düül ist eine deutsche band die seit den 1960ern besteht, damals nannte

                   man die musik krautrock, heute eher pychedelische musikrichtung




Sonntag, 23. Oktober 2022

die Tomaten


 auf einer farm in tennessee, inmitten tausender pflanzen,

da gab es eine tomatenfamilie, die misstrauten dem ganzen.

sie hatten gehört, dass aus den früchten ketchup wird zum tomatenfest

in einem bottich wird ihnen der saft mit den füssen rausgepresst,

bis nur noch die trockene haut übrig ist,

dann würden sie in flaschen abgefüllt, so ein mist,

 sie hofften sehr, dass man sie eines tages auf einem salat serviert.

ein salat mit frischem gemüse und so herrlich garniert,

sie wollten mit stolzgeschwellter brust von allen gesehen werden,

sie dachten sie wären etwas besonderes, saftig rot gewachsen aus der erden.

doch sie waren nur tomaten an einer pflanze von tausend anderen umgeben,

die alle gleich aussahen, rot und saftig, so lecker, zum wiederbeleben.

die tomatenkinder sagten zu ihren eltern, es ist doch besser, so glaubt uns das,

wenn wir gemeinsam in einer ketchupflasche landen und vorher in einem fass,

denn da sind wir zusammen und es bleibt auch so, wir werden nicht getrennt,

sondern konserviert und deponiert.

auf einem salat ist nur eine tomate, der rest der familie wird auf anderen salaten

zwar optisch ansprechend dekoriert,

aber jede tomate ist ganz alleine und landet mit fremdem gemüse in einem bauch,

kommt als fäkalien dann wieder raus und landet auf rieselfeldern, so ist es brauch.

die eltern waren erstaunt über den gedankengang der kinder, waren mächtig stolz,

die kindertomaten hatten ja recht, sie waren geschnitzt aus besonderem holz,

alle tomaten freuten sich auf das jährliche tomatenfest und jubelten lauthals

 über das feld,

wir wollen alle ketchup werden, wir schmecken so lecker, verkauft uns auf der 

ganzen welt.

gesagt, getan, die ganze welt liebt diesen ketchup sehr,

die kinder hatten recht mit ihren einfachen gedanken, hört her,

bei der lösung von problemen hilft nicht immer ein komplizierter gedankengang,

versucht doch mal nur einfach zu denken, das dauert auch nicht so lang.

nun ist das gedicht zu ende und die tomaten warten geduldig in der vorratskammer

auf ihren einsatz das essen als würze zu verfeinern, nie wieder gab es gejammer.                                       




Samstag, 22. Oktober 2022

das Böse vs das Gute


 das böse sagt dir, sei böse,

das gute sagt dir, sei gut,

das böse sagt dir, mach krach mit getöse,

das gute sagt dir, halte ein deinen übermut.

das böse sagt dir, jedem der dich kritisiert, haue eine rein,

das gute sagt dir, wehre dich, doch nur mit worten fein.

das böse sagt dir, ok, dann nur mit worten, aber richtig fies und gemein,

das gute sagt dir, so geht das nicht, dann sag lieber nichts und geh heim.

das böse sagt dir, füge anderen schmerzen zu,

das gute sagt dir, lass andere doch einfach in ruh.

das böse sagt dir, schuld ist immer der andere ganz allein,

das gute sagt dir, du solltest vergeben, denn du könntest auch schuld sein.

das böse sagt dir, denke nur an dich, hab für den rest der welt kein herz,

das gute sagt dir, denke an alle anderen, nur nicht an dich und deinen schmerz.

das böse sagt dir, lass einfach alle im stich die dich lieben,

das gute sagt dir, halte zu deinen liebsten, egal was sie trieben.

das böse sagt dir, teile nichts, behalte alles für dich ohne erbarmen

das gute sagt dir, behalte nur wenig, das meiste gib den armen.

das böse sagt dir, du darfst töten für eine heilige sache,

das gute sagt dir, töten ist immer verboten, auch aus rache.

das böse sagt dir, wenn du böse bist landest du in der hölle, 

that`s it,

das gute sagt dir, wenn du gut bist kommst du in den himmel, da

wirst du wieder fit.

gut und böse sollten sich in der mitte treffen, denn in jedem von 

uns steckt was böses und was gutes,

man muss nur darauf achten, dass nicht eine seite zu mächtig wird,

halte das gleichgewicht, sei guten mutes.

das sollte nicht klingen wie ein psalm aus der bibel, habt erbarmen,

ich höre für heute auf zu dichten, geh ins bett und sage "amen".






wenn die Hölle gefriert


  niemand weiss wie das passieren konnte, was da nicht richtig lief,

als der teufel eines morgens erwachte, stand er in gefrorenem wasser knietief.

der fürst der unterwelt fragte stimmgewaltig wer das wohl war.

keiner wusste die antwort , denn gestern war eine feier in satans bar,

alle waren so abgefüllt, sie schliefen ein und bekamen nichts mehr mit.

keiner ahnte, dass des teufels grossmutter sich in den finger schnitt,

sie wollte den finger kühlen, in der hölle keine gute idee,

dort gab es nur feuer und schwefel und keinen mit wasser gefüllten see.

die grossmutter war nicht die schlaueste bewohnerin der hölle,

sie dachte, wenn sie ein loch bohrt an einer kleinen stelle,

dann hätte sie wasser und könnte ihren finger damit benetzen,

gesagt getan, als alle schliefen bohrte sie das loch und wollte sich grad setzen,

als mit gewaltigem tosen ein grosser riss sich ausbreitete in der wand,

denn über der hölle lag das polarmeer und das loch hielt den  

wassermassen nicht stand.

so ist das höllenfeuer durch des grossmutters dummheit verreckt,

 die schlafenden höllenbewohner wurden mit eiszapfen bedeckt.

niemand hätte je geahnt, dass eines tages die hölle gefriert,

keine sorge, der teufel hat den riss vollständig repariert,

nun ist das eis und das wasser wieder im meer

und die höllenflammen lodern noch heisser als vorher.






Donnerstag, 20. Oktober 2022

der Geier Vulturis und die Gans Luise





 auf einem bauernhof am rande eines dorfes und eines weiher,

lebten viele gänse und auch ein einsamer geier.

dieser alleinstehende herr war nicht mehr ganz jung, aber ein lieber

 und stattlicher geselle,

er hiess vulturis* und war deshalb alleine, weil es keine geierdame gab

die ihm gefiel auf der stelle,

 denn er liebte  heimlich und mit ganzem herzen, die süsse gans luise,

doch sie war seit langem versprochen dem sohn des herren der wiese,

der herr war der mächtige ganter theodor, sein sohn der weiberheld bo,

die mutter war die etwas dumme schnattergans theodora und sie war so froh,

dass ihr sohn endlich unter die haube kommen würde,

bo hatte genug gänse begattet, die eltern trugen eine schwere bürde,

 ständig mussten sie den sohn verteidigen, bei seinen vielen eskapaden,

sie freuten sich auf die hochzeit und theodora ging jetzt erstmal im weiher baden.

 luise aber war ganz traurig und schwer war ihr herz,

denn sie liebte den einsamen geier so sehr seit dem märz.

doch sie gehörten verschiedenen gattungen an, das durfte nicht sein,

dass sich die arten vermischen, war verboten bei gross und bei klein.

der tag der hochzeit war gekommen und fast alle freuten sich,

der geier und die gänsebraut gestanden sich ihre liebe, weinten fürchterlich,

 luise und vulturis waren verzweifelt, doch dann sahen sie ein licht in der ferne,

das kam vom leuchtturm am meer, in ihren augen leuchteten sterne,

denn dort war es ruhig, wettergeschützt und reich an fisch und saftigen wiesen,

vulturis kannte dieses fleckchen erde und niemand könnte es ihnen vermiesen,

diese stelle war genau das richtige für geier und gans, sie hatten sich für die 

 liebe entschieden und vergassen ihren kummer.

sie flogen los ohne zurückzublicken, als sie endlich am leuchtturm waren fielen

sie in einen tiefen schlummer.

sie wurden geweckt vom leuchtturmwärter, der war sehr nett und freute sich sehr,

dass er nun eine aufgabe hatte, er hoffte auf viel nachwuchs hier am blauen meer.

es dauerte nicht lange, da passierte was nicht sollte sein,

luise baute ein nest und hatte fünf eier, die brütete sie aus allein,

denn fürs essen war vulturis zuständig, dabei half auch der leuchturmwärter,

der geier war ganz aufgeregt, es wurde für ihn von tag zu tag härter

darauf zu warten, dass die küken kamen, er war dann beim schlupf dabei,

der mann vom leuchtturm half mit lieben worten, da platzte das erste ei,

nacheinander kamen fünf entzückende küken aus den eiern hervor,

ein baby süsser als das andere, der geier war so stolz und reckte den hals empor.

sie alle hatten ein schönes, friedliches leben am leuchtturm am blauen meer,

auch wenn alle sagten, dass ihre liebe verboten sei, sie waren sich sicher, 

sogar so sehr,

dass sie das risiko eingingen, sich für die freiheit der liebe und der eigenen

 wahl des partners entschieden,

 weil ihnen das glück und die liebe wohlgesonnen waren, sind luise und vulturis 

ein leben lang zusammengeblieben.

sie waren die stammeltern von einer vielzahl gänsegeiern, die alle schönheiten waren,

 die glücklich schlüpfen und aufwachsen durften am leuchtturm in scharen.

luise und vulturis gibt es schon lange nicht mehr, aber manchmal in sternenklarer nacht,

wenn ihr in den himmel schaut, könnt ihr die beiden entdecken, wie? ihr lacht?

ich habe sie selbst gesehen in einer nacht voll leuchtender sterne, 

da flogen die beiden flügel an flügel oben am himmel in weiter ferne.

denkt ihr etwa ich lüge und sage euch die wahrheit nicht?

vielleicht binde ich euch auch einen bären auf, zuende ist nun das gedicht.


*vulturis ist das lateinische wort für geier






Mittwoch, 19. Oktober 2022

Viridis Mundi











 es lebten einst sehr glückliche menschen in diesem land,

weit weg von uns, versteckt und noch völlig unbekannt,

es hiess viridis mundi, voll von bäumen mit früchten und saftigen wiesen,

grüne welt hiess es übersetzt und die einwohner nannten sich viridisen.

diese versteckte insel mitten in der karibik und mit traumhaftem wetter,

machte die menschen dort glücklich, ihr gott hiess tempesta und war ihr erretter,

denn vor ewigen zeiten, keiner weiss genau wann, hatte er erbarmen und die 

atlanter auf die insel gebracht,

die einst in atlantis lebten, dieses land versank im meer, aber gott hat der

guten menschen gedacht,

sie brauchten nicht viel machen, dieses eiland war perfekt,

sie waren friedliche menschen und lebten lange unentdeckt.

durch die vielen grünen pflanzen im essen, bekamen die viridisen grüne haut,

für die menschen hier war das ganz normal, alles war vollkommen vertraut.

viele jahrhunderte blieb es so, bis eine spanische galeere zu ihnen fand,

sie hatte im sturm gelitten und lag nun beschädigt am weissen strand.

die menschen der insel waren aufgeschlossen und zu jedem herzlich und nett,

sie wollten das schiff gleich reparieren, boten den seefahrern essen und ein bett,

doch die spanischen männer machten sich lustig über die grünen gestalten,

sie nahmen diese menschen nicht ernst, wollten ab jetzt ihre insel verwalten,

die viridisen wurden als billige arbeitskräfte gehalten, ihnen wurde alles genommen,

keiner wusste genau wie das geschehen konnte, sie waren noch völlig benommen

von der dreistigkeit der besatzer, nur weil die inselbewohner grüne haut hatten.

als die insel völlig ausgebeutet war und kahl gefressen von den ratten,

die die spanier auf ihrer galeere hatten als blinde passagiere,

das reichhaltige essen auf der insel lockte auch diese tiere,

da wussten sie, dass es nun zeit war sich selbst etwas neues aufzubauen,

sich endlich darauf besinnen was sie alles können und nicht nur auf gott zu vertrauen.

sie bauten neue pflanzen an und hütten um darin zu wohnen,

ihr gott tempesta durfte hoch oben auf dem berg templum thronen.

sie hatten, nach jahrhunderten des glücks, die bittere erfahrung gemacht, 

dass es immer menschen geben wird, für die zählt nur die macht,

die alles ablehnen was anders ist als sie selbst, die neidisch und nicht 

glücklich sind,

doch so lange es noch menschen gibt die den mut haben und standhaft bleiben 

trotz starkem gegenwind,

besteht die hoffnung, dass eines tages genug lebewesen aufbegehren 

und sich gegen die allmacht solcher menschenverachtenden egoisten wehren.


Samstag, 15. Oktober 2022

Blutrache...einst in Sizilien


 die geschichte ereignete sich vor vielen jahren,

als die meisten von uns noch kinder waren.

da lebte in sizilien ein junge namens filippo,

der liebte die tochter alice von nebenan so

diese war auch in ihn vernarrt,

sie hat sich ihm dann offenbart,

doch leider waren die familien der beiden,

verfeindet bis aufs blut und den eingeweiden.

sie schmiedeten pläne wie sie ihre flucht in die tat umsetzen,

ohne dass die familien es merken und sie in der luft zerfetzen.

eine kleine zwischeninformation,

damals gab es die mafia schon

und dazu gehörte auch filippos vater,

hätte er von der liebe gewusst, es gäbe ein riesentheater,

natürlich müsste alice ihr leben lassen,

aber nur, wenn beide keinen guten plan verfassen.

sie wollten mit dem boot nach afrika rudern,

sie mussten viel kraft beweisen und durften nicht schludern.

niemand folgte ihnen so glaubten sie,

da kam ein motorboot und schoss filippo ins knie,

er schrie laut auf und wollte alice auf den boden drücken,

da schoss derselbe mann ihr ganz feige in den rücken.

der arme filippo wurde aufs motorboot verbracht,

sah seine freundin sterben, bevor sie im wasser versank in dunkler nacht.

der junge bekam schläge und durfte nicht mehr alleine raus,

er sass vor trauer ganz gelähmt in seinem elternhaus.

der vater von alice schwor filippo blutrache, er trat mit den schuhen,

schleifte ihn nach draussen bis ans wasser, dort sollte er für immer ruhen

 betonierte seine füsse ein und warf ihn ins kalte meer,

der arme junge versank sofort und ward nicht mehr.

im tode waren alice und filippo vielleicht wieder vereint,

die mütter der beiden verbannten ihre männer und haben bitterlich geweint.

 Männer (hier die väter) wollen/müssen immer macht demonstrieren,

während frauen (hier die mütter) emotional sind und mit dem herzen agieren.

und die moral von dieser geschichte,

wahre liebe macht nichts und niemand zunichte,

nur der tod kann die liebenden trennen, doch eins erhoffe ich ohne plage

glaubt man an die auferstehung, bleibt die liebe bis zum ende aller tage






Freitag, 14. Oktober 2022

der alte Mann und der See


 an einem herrlichen freitag morgen,

machte sich eine familie sorgen,

denn seit zwei tagen ward der opa nicht mehr gesehen,

hoffentlich ist ihm nichts schlimmes geschehen,

sie suchten wirklich überall,

sogar in des nachbars hühnerstall,

dann gingen sie zur polizei,

die machte sich auf, eins zwei drei.

was war inzwischen dem opa widerfahren?

er ist mit dem boot zum fischen gefahren,

er mietete sich einen kahn und eine angel,

an fischen gab es im see keinen mangel,

er hatte bald genug fische im boot,

er freute sich sehr, denn die familie war in not.

es war schon dunkel, der alte mann sah das ufer nicht, oh weh,

er landete auf einer kleinen insel mitten im see.

dort schlug er ein nachtlager auf im weichen grase,

er schlief gleich ein und morgens weckte ihn ein hase.

 der alte mann wollte heim, aber er sah das ufer immer noch nicht, 

trotz des sonnigen himmels und tageslicht,

er hätte eine brille gebraucht, 

vor wut hat er dann eine zigarre geraucht.

so ging es etliche wochen lang,

er hatte essen genug von seinem fischfang,

das wasser schöpfte er aus dem see,

bald fiel auch der erste schnee.

der opa fing schon an zu bibbern vor kälte,

zum glück fand er auf der insel zwei zelte,

in denen er bei wetter und wind,

unterschlupf  fand, geschwind.

der alte mann war sehr verzweifelt, fing an zu weinen,

was wird wohl nach dem tod aus seinen gebeinen.

niemand bemerkte ihn, niemand hörte seinen schrei

 dann kam jemand zur insel,  die gehörte der fischerei,

so wurde der alte mann entdeckt und konnte endlich heim,

er hatte genug von den fischen, wollte endlich mal ein schwein,

einen schweinebraten bekam er bei einer grossen familienfeier,

und über dem see und der insel lag ein nebelschleier.

opa war so froh und zu allem bereit, 

er wollte nochmal fische fangen für die weihnachtszeit,

er ging nicht alleine zum fischen, er war ja schlau,

er nahm seinen enkel mit und zum fest gab es forelle blau.

und die moral von der geschichte,

fahr nie alleine auf den see und nur bei tageslichte.




Donnerstag, 13. Oktober 2022

Monate, Wochentage, Jahreszeiten


ich fange mit den monaten an, dann kommen die wochentage

und die jahreszeiten dran.


es war dereinst im januar, da wurden er und sie ein paar

es war dereinst im februar, da besuchten sie einen schlagerstar

es war dereinst im märz, da machten sie einen scherz

es war dereinst im april, da machte sie was sie will

es war dereinst im mai, da kam der klapperstorch vorbei

es war dereinst im juni, da studierten sie an der uni

es war dereinst im juli, da kauften sie einen kuli

es war dereinst im august, da hatten sie grossen frust

es war dereinst im september, da kauften sie sich neue gewänder

es war dereinst im oktober, da versteckten sie sich im heuschober

es war dereinst im november, da schenkte er ihr einen kalender

es war dereinst im dezember, da übernahmen sie einen radiosender


die monate sind abgehakt, nun fang ich an mit dem ersten wochentag:


es war an einem montag, da bekam sie einen hitzschlag

es war an einem dienstag, da schimpfte sie mit der dienstmagd

es war an einem mittwoch, da buddelte der hund im garten ein loch

es war an einem donnerstag, da kaufte sie sich einen sarg

es war an einem freitag, da fuhr sie mit dem auto nach prag

es war an einem sonnabend, da trank sie wasser, erquickend und labend

es war an einem sonntag, da bekam sie einen  ausschlag


nun sind auch die wochentage zu ende, jetzt kommen, die jahreszeiten behende:


an einem tag im winter, da begegnete ihnen ein sprinter

an einem tag im frühling, da bekam sie von ihm einen trauring

an einem tag im sommer, da wurde sie immer frommer

an einem tag im herbst, da verlor sie für immer ihr herz


nun bin ich am ende mit dem gedicht, 

es ist schon dunkel, ich mach mir jetzt licht






das Portraitbild der Dora Grau


 vor hundert jahren in england auf einer wiese mit morgentau,

lebte in einem cottage eine dame namens dora grau.

sie war sehr schön und wurde nicht älter, so schien es jedenfalls,

hätten die menschen dort den grund dafür gewusst, verloren wären hopfen und malz.

warum? weil dora mit dem teufel im bunde stand,

sie hatte einen pakt mit ihm, er schenkte ihr ein bild, das hing nun an

der wand.

es war ein portrait von dora grau, das gesicht wurde älter, sie aber nicht,

das war den leuten im dorf ein dorn im auge, ein schlag ins gesicht.

sie hatte dem teufel für dieses wunder die seele versprochen,

dieser halunke spielte mit falschen karten, man hat den betrug schon

meilenweit gerochen.

die jahre zogen ins land, die partner wurden alt, nur dora nicht,

eines tages lernte sie ihre grosse liebe kennen, er erhellte ihr

leben mit seinem angesicht.

und wieder vergingen die jahre, der partner wurde alt und sie hatte

den pakt zutiefst bereut.

sie wollte auch alt werden und sterben wie ihr geliebter mann, darüber

hätte sie sich gefreut,

doch sie wollte ihre seele nicht an den teufel verlieren, es gab nur 

eine möglichkeit,

sie nahm das portrait von der wand und rief den fürsten der dunkelheit

und als er erschien zerschmetterte sie das bild auf seinem haupte,

sie hatte den teufel überlistet und bekam die seele zurück die er ihr raubte.

und die moral von der geschichte,

altert in würde und lest meine gedichte.






Mittwoch, 12. Oktober 2022

das Mondkalb



 
auf dem mond, tief unter der oberfläche, völlig versteckt,

lebte ein einsames mondkalb, bisher noch unentdeckt.

so oft betiteln wir  tolpatschige gestalten so, ohne darüber

einen gedanken zu verlieren,

dass im mond solch eines lebt, es ähnelt den auf der erde

lebenden stieren.

in klaren nächten traute sich das mondkalb aus dem untergrund

hinauf,

um die schöne aussicht zu geniessen und sich fit zu halten mit

einem dauerlauf.

das mondkalb war ein süsses mädchen und wollte in form sich halten,

denn es hoffte schon seit jahren auf einen jungen mann ohne falten,

doch es schien wohl offenbar so zu sein,

das arme mädchen war auf dem mond ganz allein.

eines tages, es war sonntag, so um viertel nach drei,

da kam ein mondkalb mann zufällig vorbei,

er wohnte eigentlich auf der anderen seite vom mond,

auch er war das alleinsein seit jahren gewohnt,

 und suchte ein mondkalb für sein herz

und fand es auf dieser seite des mondes, das ist kein scherz.

die beiden entbrannten in liebe zueinander,

sie bekamen etliche kinder, eins davon war der stammhalter alexander.

so war die zukunft dieser spezies nun endlich gesichert,

ich lüge nicht, die geschichte ist wahr, es wird nicht gekichert.

schaut in klaren nächten nach oben und wenn ihr glück habt seht ihr 

 dunkle flecken auf dem mond, 

das ist familie mondkalb, denen es egal ist ob ihr an sie glaubt und

die dort glücklich wohnt.

manchmal, wenn es still ist, ihr auch ruhig seid und genau hinhört,

könnt ihr vernehmen wie herr mondkalb stimmgewaltig in den 

weltraum röhrt.

leider gibt es keine mondkälber auf der erde, denn sie vertragen unsere

atmosphäre nicht,

denn der sauerstoff löst ihren körper auf, das wäre natürlich ihr tod und

nun das ende vom gedicht





Dracula und die Jungfrauen


 hoch oben in den karpaten, nahe am borgo pass,

stand ein düsteres schloss, das machte den leuten

dort angst und keinen spass,

denn dieses schloss gehörte graf dracula, 

 dem fürsten der finsternis, es ist wirklich wahr. 

die bauern der gegend waren nicht interessant für den fürsten,

ihm tat es gerade heute nach jungfrauenblut dürsten.

leider gehörten die zu einer aussterbenden rasse

und deshalb rasten seine vasallen von ort zu ort durch jede gasse.

ein paar jungfrauen fanden sich dann doch,

man warf sie in der burg in ein finsteres loch,

sie zitterten vor todesangst und eisigem frost,

niemand half ihnen, niemand hörte sie und keiner spendete trost.

graf dracula, wie man ja weiss, schlief am tage und mied die sonne,

erst wenn diese unterging und die nacht anbrach, begann seine wonne.

er trank nicht nur jungfrauenblut, er trank was sich ihm bot,

er war nicht wählerisch, nur wenige wurden wie er, den meisten brachte

er nur den tod.

das blut der jungfrauen war etwas besonderes, es brachte ihm ewige jugend,

weil sie noch rein und unverdorben waren, sie besassen noch tugend.

so hätte es ewig weitergehen können bis zum ende aller tage,

bis alle menschen in der gegend verschwunden wären, keine frage,

dann wäre wohl der rest der menschheit dran gewesen,

das wollten die braven leute in den karpaten nicht, sie bewaffneten sich mit besen,

mit äxten, pfählen, kreuzen, weihwasser, einem pflock und kerzen,

sie pilgerten zu seiner gruft am tag, sie stiessen einen pflock in sein herzen,

dann wurde ihm der kopf entfernt, damit er tot bleibt und nicht neu zum

leben erwacht,

trotzdem haben wir im dunkeln weiterhin angst und gruseln uns bei nacht,

wir befürchten bei jedem geräusch, wenn wir in unseren betten liegen,

dass plötzlich dracula in der dunkelheit bei uns erscheint, denn er kann ja fliegen,

doch keine angst, dies ist nur eine legende um kinder zu ängstigen, glaubt dies nicht,

vampire sind nur eine erfindung der menschen und ich machte daraus ein gedicht.





das Kondom


 es war einmal ein kondom mit noppen,

das wollte so gerne endlich mal poppen,

denn dafür wurde es ja gemacht, tres chic,

mit vielen anderen in einer gummifabrik.

dann kam es in eine packung mit vier leidensgenossen,

sie sahen alle gleich aus, wie aus einer form gegossen,

sie waren gelb mit bananengeschmack und dufteten auch so,

diese kondome waren beliebt und wurden gefertigt en gros,

sie fanden schnell einen besitzer, ein penis war vorhanden,

sie freuten sich auf ihren einsatz mit diesem probanden.

sie wussten ja nicht, dass dieser sehr schüchtern war

und auch seine art war mehr als sonderbar,

er klang eher wie eine frau und nicht wie ein mann,

die armen kondome hatten angst, sie kämen niemals dran

und müssten in der verpackung versauern jahr um jahr,

bis das verfallsdatum abgelaufen war.

doch falsch gedacht, der sonderbare mann war nur schwul,

aber nach kurzer zeit nicht mehr schüchtern, sondern cool.

die kondome wurden rasend schnell zum einsatz gebracht,

eine packung mit 5 stück in einer nacht.

der vorrat im schrank war fast aufgebraucht, so unersättlich

war dieser mann,

nur noch die schachtel mit unserem kondom war vorhanden,

nun waren sie endlich dran.

das kondom war aufgeregt, genau wie seine packungsbrüder,

einer nach dem anderen stülpte sich der mann nacheinander über.

sie zeigten sich noch einmal in voller grösse und reckten und streckten sich,

bis sie in der dunkelheit im körper eines zweiten mannes verschwanden, 

damit rechneten sie nicht,

als sie wieder ins licht glitten, feucht, frustriert, zerknittert und kaputt,

endete ihr dasein in einem mülleimer zwischen essensresten und splitter

aus perlmutt.

nun kam unser kondom an die reihe, der letzte mohikaner, glaubt es mir,

es hatte noch illusionen eines lebenswerten daseins im jetzt und im hier.

eines der letzten dinge die es sah, war ein riesiges ding,

welches an einem mann, noch nicht in voller grösse, aber schon stattlich, hing,

eh unser kondom es begriff und sich versah

hing es auch an diesem ding und war sich nicht gewahr,

dass nach dem vorstoss in die dunkelheit nicht mehr viel geschah,

das kondom sah noch einmal das licht bevor es platzte, oh schreck,

es war zu zart für diese welt und musste sterben, nun ist es weg.




Samstag, 8. Oktober 2022

die Ameisen


 auf einem hügel irgendwo in amerika,

sass eine ameise mit dem namen julia.

sie war allein, sie hatte ihr volk verlassen,

sie wollte die welt bereisen und nebenbei gedichte verfassen

doch das gestaltete sich schwierig, denn sie war klein und wuselig,

sie konnte auch nicht reden und all das war für andere zu gruselig.

julia das arme ding weinte ohne unterlass,

alles um sie herum und sie selbst waren schon ganz pitschenass.

da kam ihr bruder cäsar vorbei,

er hatte sie verfolgt und hatte glück dabei,

weil er sie noch einholen konnte mit schnellem schritt, 

er brachte ihr sogar noch essen und trinken mit,

denn sie war seine lieblingsschwester im ameisenbau,

sie war hübsch, hilfsbereit, liebenswert und schlau.

sie hatten noch fünftausend brüder und schwestern,

doch die waren alle nicht so modern, sie waren noch von gestern.

nur cäsar war so wie julia,

sie waren ein intelligentes geschwisterpaar.

sie wanderten über hügel und berge,

sie trafen sogar die 7 zwerge

und unterwegs begegneten sie einem anderen ameisen geschwisterpaar,

die waren gepolt wie cäsar und julia, sie hiessen romeo und cleopatra.

wie man schon an den namen erkennt, verliebten sich die paare

denn sie hatten genug vom reisen, waren schon unterwegs ein paar jahre,

die pärchen romeo und julia, cäsar und cleopatra,

wussten, dass sie zusammenbleiben, ein zsammenleben lag nah.

sie fanden einen verlassenen termitenbau, heirateten wie es sich gehört,

dann kam die hochzeitsnacht, sie verbrachten sie völlig ungestört,

nach kurzer zeit kamen die ameisenbabys, 5000 stück an der zahl,

das waren sehr viele, aber sie machten den eltern viel freude und keine qual.

sie verbrachten ihr leben in glückseligkeit

und wer das glaubt der ist nicht ganz gescheit.

wir werden nie wissen, ob sie stimmt, oder nicht, die geschichte,

wir sind ja keine ameisen, mir ist das egal, ich schreib ja nur die gedichte.

ich grüble hin und grüble her

und wenn sie noch nicht gestorben sind, ertränke ich sie im meer.




Freitag, 7. Oktober 2022

Elefanten und Maus


 ganz weit weg in afrika,

da lebte einst ein elefantenpaar,

mit ihrer tochter rüsselina, so hiess die kleine,

sie war sehr mutig und war nicht gern alleine.

 elefanten haben ja, wie man wohl weiss,

 angst vor mäusen, da rinnt der schweiss.

nun leben zum glück in der savanne

nicht viele mäuse, wie die kleine maus susanne.

die hatte sich in der wildnis verirrt,

weit weg von ihren eltern und war verwirrt,

sie wusste nicht den weg nach haus,

sie war doch noch eine babymaus, 

sie hatte angst und weinte viel,

da kommen jetzt die elefanten ins spiel,

denn marianne lief den tieren in ihrer panik vor den fuss,

die rannten vor angst zum nahen fluss.

rüsselina versuchte mit ihren eltern im gleichen tempo zu rennen,

doch sie war noch zu klein um so schnell laufen zu können.

dann sah sie wovor die elefanten panik schoben,

genau vor ihr stand eine maus und hatte die arme erhoben,

sie war auch sehr mutig und wollte kämpfen um zu leben,

aber das war garnicht rüsselinas absicht, nicht ihr bestreben,

sie fragte die maus wie sie denn hiesse und was sie hier mache,

ich heisse susanne und hab mich verlaufen, so eine schlimme sache.

rüsselina beruhigte die eltern und sprach mit denen,

sie überwanden die angst und wollten helfen, da kullerten die tränen,

das mäuschen war vor freude ganz gerührt

und wurde auf dem rücken von rüsselina nach hause geführt.

die mäuseeltern waren so glücklich ihr kind wiederzuhaben,

sie gaben ein festmahl und gestatteten den elefanten sich auch dran zu laben,

nun sind diese tiere recht gross und verfressen,

da blieb für die mäuse nichts mehr übrig vom leckeren essen.

aber egal, die freude ihr baby wieder zu haben war so gross,

solch ein wunder fiel einem nicht jeden tag in den schoss.

was ist wohl die moral von der geschichte?

überwinde deine angst, helfe deinen freunden und lese gedichte.




Donnerstag, 6. Oktober 2022

Familie Fuss und der Baum






 zwei kalte füsse hingen von einem ast an einem baum,

zusammen mit bauer drösel, der sich erhangen hat, man glaubt es kaum.

die füsse hatten fusspilz und weinten bitterlich, 

denn nun war niemand mehr da der den pilz entfernt ganz mutig und ritterlich,

noch sah niemand den brösel dort hängen und im winde sich drehen,

nur die kinder der füsse, 10 zehen an der zahl haben ihn gesehen.

die kleinen racker froren im kalten wind am baum,

es war so hoch, man konnte nicht springen, das war ein alptraum.

mutter und vater fuss wollten den kleinen nicht die wahrheit  sagen,

sie trösteten die zehenkinder, konnten es jedoch nicht wagen

den kindern ihre befürchtungen offen zu gestehen,

denn sie würden wohl mit bauer brösel faulend zu grunde gehen.

die füsse und die zehen froren fürchterlich, denn es wurde bitterkalte nacht,

niemand kam vorbei, niemand hat brösel vermisst, oder an ihn gedacht.

so verging die zeit, monate waren ins land  gegangen

und familie fuss war immer noch an bauer brösel gefangen.

bis eines tages ein gewitter die gegend unsicher machte

und ein blitz ganz überraschend in unseren baum zuckend krachte,

der war schon morsch und hielt dem blitz nicht stand,

er fiel einfach um samt brösel der so endlich vom baum verschwand.

die füsse und die kinderlein lösten sich vom bauer und liefen fort,

sie wollten weiterleben, sich wärmen in einem haus im nachbarort.,

an einem kamin mit flackerndem feuer und im warmen wasser baden,

sie waren so beschäftigt mit diesen gedanken und liefen durch nebelwaden,

 sie merkten nicht wie das fleisch von den füssen und zehen den maden

zum opfer fielen,

sie dachten nicht dran, dass nach dem tode diese viecher nach fleischigen

opfern schielen.

es dauerte nicht lange und übrig blieben nur die blanken knochen,

so ist familie fuss bis zum nächsten ort gekrochen.

dort wurden sie herzlich aufgenommen, mit warmem wasser gewaschen und

an den kamin gesetzt,

 sie wurden abetrocknet, wunderschön bemalt und mit farbe benetzt,

als letzte tat bekamen sie einen haken durch den knochen,

die frau des hauses musste nun das weihnachtsessen kochen,

die füsse und die kleinen zehen wurden an dem weihnachtsbaum angebracht,

so schliesst sich der kreis, von baum zu baum, halleluja, es ist heilige nacht

Montag, 3. Oktober 2022

das Leben ist....


 das leben ist zu kurz um nur trübsal zu blasen.

das leben ist zu kostbar um gegen einen baum zu rasen.

das leben ist zu schön um alles nur negativ zu sehen.

das leben ist oft auch zu schrecklich um immer positiv dazu zu stehen.

das leben ist voller ungeahnter möglichkeiten.

das leben ist nicht nur da um sich zu streiten.

das leben ist kein ort an dem man zu allem schweigt.

das leben ist oft so laut, das man sich dann doch mal vor der stille verneigt.

das leben ist oft ungerecht, gerade zu den aufrechten männern,frauen, kindern und tieren.

das leben ist voller krankheiten und tod, und manchmal wird man den kampf verlieren.

das leben ist aber auch der schoss der neues leben schenkt und nicht nur verderben.

das leben ist ein geschenk unserer eltern, die die wahl hatten, sollen wir leben, oder sterben.

das leben ist ein ort voller erfahrungen, aber auch gefahren.

das leben ist oft schwierig, aber wir sollten uns positive gedanken bewahren.

das leben ist voll von liebe und hass.

das leben ist nicht nur zum trauern da, gott gab uns auch den spass.

das leben ist, besonders wenn man liebt, dann plötzlich wieder wunderbar.

das leben ist, trotz grösster anstrengung, unvorhersehbar.

das leben ist auch erregend durch sex der uns vor lust alles vergessen lässt, ooooh man.

das leben ist ein wunder, das man einfach nie völlig verstehen kann

das leben ist irgendwann zu ende, bei dem einen früher, bei dem anderen später

das leben ist sogar im tod noch teuer und manchmal ein gemeiner verräter.

so, nun ist mein gedicht zu ende, mein leben zum glück noch nicht.

ich gehe jetzt schlafen, bevor ich nur noch unsinn fasel, weil mich der hafer sticht.




Einsame Hoffnungslosigkeit, oder Willkommen am Eingang zur Hölle

  Es gab mal Zeiten, vor vielen, vielen  Jahren, als ich noch an das Gute geglaubt habe, aber ich bin kein Hiob, der alles verloren hat und ...