Montag, 31. August 2009

eine Doofe und ein Schlauer.


eine doofe und ein schlauer,
sassen auf ner mauer,
da fragte die doofe:
warum hat der himmel sterne?
da sagte der schlaue:
damit wir ermessen können die unendliche ferne.
da fragte die doofe:
warum ist die banane krumm?
da sagte der schlaue:
damit wir wissen, dass es ne banane ist, ach was bist du dumm.
da fragte die doofe:
warum bin ich denn doof und nicht so schlau wie du?
da sagte der schlaue:
damit ich dich heiraten kann, du dumme kuh.
da fragte die doofe:
wieso muss ich doof sein damit du mich willst?
da sagte der schlaue:
damit du alles für mich machst aus doofheit und brav deine klappe hälst.
da sagte die doofe:
ach so.
und der schlaue sagte:
siehste, nun biste etwas schlauer und wir sind beide froh.







Sonntag, 30. August 2009

der Bär.


ein unheimlich verfressener bär,
der lief mal hin und auch mal her,
doch fressen fand er einfach nicht,
sein bauch der grummelte schon fürchterlich.
da sah er auf der grünen wiese,
liegen diesen tauben riesen.
er schlich sich ran, er wollt ihn fressen,
dabei schien er wohl zu vergessen,
dass panzer rollten auf die weide,
nun überrollten sie gar beide,
den riesen und den bär,
nun läuft er nicht mehr hin und her.






der Riese.


mitten auf einer grünen wiese,
lag schnarchend ein tauber riese.
er schlief so fest und tief,
er hörte nicht als jemand rief,
dass ein paar panzer auf die wiese rollten,
schiessübungen machen, das wars was sie wollten.
der riese merkte nichts, er schlief und war ja taub,
die panzer fuhren über die wiese mit laub.
nur noch ein geräusch war zu hören...ein platsch,
dann war der arme riese tot...nur noch matsch.
so ists halt wenn man als riese,
einschläft auf ner grünen wiese.
drum schlaf als riese lieber daheim,
da wirds wohl nicht so gefährlich sein.





zwei Frauen.


zwei nicht ganz helle frauen,
wollten eine bank beklauen.
die eine stürmte hinein,
die andere hielt wache draussen allein.
die frau die draussen wachte beflissen,
wurde von einem hund gebissen
die, die stürmte wild in die bank hinein,
brach sich beim rennen gleich ein bein.
so wurde vereitelt diese tat,
durch beinbruch und durch hundeverrat.






Samstag, 29. August 2009

Gestern.


gestern im kongo,
spielte ein neger bongo.
gestern in china,
nannte einer sein kind tina.
gestern in amerika,
heiratete einer erika.
gestern in schweden,
kannte noch jeder jeden.
gestern in frankreich,
sass auf dem klo ein scheich.
gestern im oman,
verspeiste jemand einen schwan.
gestern im jemen,
wollt sich jemand das leben nehmen.
gestern auf ner insel,
schwang jemand den pinsel.
gestern auf nem turm,
zertrat jemand einen wurm.
gestern auf nem ozeanriesen,
wollte jemand die blumen giessen.
gestern in nem flieger,
brüllte laut ein tiger.
gestern in ner küche,
waren lauter üble gerüche.
heute hier, beende ich das reimen nun,
hab schliesslich auch noch anderes zu tun.






die Peitsche knallt.


im tiefen, dunklen wald,
eine peitsche knallt.
wieso knallt die dort?
weiss ich doch nicht, bin an nem anderen ort!
sie knallt so laut, ich muss da hin
und schauen wieso sie knallt, ich suche den sinn darin.
schon von weitem hört man das knallen,
doch leider hört man es aus jeder richtung hallen.
nach einer weile hüpft ein kleiner junge vorbei
ganz bedrückt,
in der hand einen lederriemen, in der mitte entzwei
ich werd verrückt.
der junge hat damit gespielt, der wald verstärkte die geräusche dann,
so dass jeder der es hörte wirklich glaubte hier stirbt ein mann
durch peitschenhiebe, aber nein, es war nur der junge voll übermut,
er musste nun nach hause und dem vater beichten, der riemen ist kaputt.
hört im wald gut hin ihr leute, nicht jedes geräusch ist das was ihr glaubt,
der wald verändert die töne, es wirkt unheimlich, den verstand euch sonst raubt,
wenn ihr euch nicht bewusst macht, auch wenn es grummelt in eurem bauch,
dass im dunklen wald selten ein mörder lauert, denn der gruselt sich auch








die Engelsschar


eine engelsschar,
freute sich aufs neue jahr,
sie wollten feiern eine fete,
mit harfe, flöte und trompete,
doch dem herrgott wars zu laut,
denn er war schon alt und sehr ergraut.
die englein sollten zur hölle fahren,
denn da war krach zum gotterbarmen,
den teufel freute das, er rieb sich die hände,
denn engel sieht man hier sonst nie, welche wende!
die fete war toll und alle konnten frohlocken,
nur der teufel nicht, der fing an zu bocken,
er wollte die engelsschar nicht mehr gehen lassen zurück nach oben,
was einmal in seinem reich, das blieb für immer, da konnte man noch so toben,
die englein wussten sich keinen rat, was sollten sie machen? ach so ein schiss.
da spielten sie so falsch sie konnten, bis selbst dem teufel der geduldsfaden riss.
er schmiss sie hinaus und höllische ruhe kehrte ein,
der teufel war froh und die engelsschar endlich wieder im himmel daheim.
nie wieder wollten sie eine feier geben,
sie wollten lieber ohne tamtam im himmel leben.








Distel, Mimose, Rose.


eine distel und eine mimose,
liebten beide die gleiche rose.
sie war so zart und auch so rot,
ein liebespaar pflückte sie, da war sie tot.







Sonnenbrand.


am blauen meer, am palmenstrand,
da sass herr meier mit sonnencreme in der hand.
er wollte sich schützen vor strahlen und so,
er war allein und garnicht froh,
denn wer sollte am rücken die creme verteilen?
so hielt er ausschau nach ein paar geilen
tussies, die willens waren und bereit,
sich seinem körper zu nähern zwecks massagearbeit.
doch er war ein plumper vertreter seiner rasse,
und hatte auch viel zu viel körpermasse.
so musste er ohne salbung die sonne überstehen
und konnte am ende vor sonnenbrand kaum gehen.
er kroch vom strand ins wasser hinein,
zu kühlen den rücken, ach was war das fein.
doch im hotel angekommen, der schrecken ihn traf,
er sah im spiegel wie sein rücken riesen blasen warf.
nun musste er den rest des urlaubs bäuchlings verbringen,
dann waren die blasen weg und er hob an ein loblied zu singen,
darauf, dass er nie wieder in der sonne wollt braten,
sondern lieber unterm sonnenschirm kreuzworträtsel raten.
dabei half ihm dann nach einer diät,
*frau meier*, die er sich hatte erwählt,
die konnte ihm nun den rücken einreiben,
so ist der lauf der welt, so soll es auch bleiben




Löwe und Schlange










in einen lumpen gehüllt,
lag ein löwe in der savanne und brüllt,
doch nicht mehr lange,
denn da kam ne schlange
und frass ihn auf,
nun hatte sie nen dicken bauch,
der ihr sehr weh tat,
denn der löwe quer lag
in ihren eingeweiden,
drum musste sie nun leiden,
wie wurd sie ihn los,
da half nur ein sturz,
kopfüber vom baum,
ach welch ein alptraum,
sie schlängelte nach oben,
sie konnts kaum glooben,
als sie endlich ward am ziel,
sie hing kopfüber, ein leichtes spiel,
sie wollt sich stürzen, mir ists recht,
da wurde der schlange plötzlich schlecht,
mit einem riesen rülpser aus ihrem maul,
rutschte der löwe heraus, fiel auf den boden und lag da ganz faul.
dem könig der tiere ging es ganz gut,
die schlange trollte sich davon und bereute ihren übermut,
nie wieder wollte sie löwen fressen,
das war ihr ne lehre, sie war nie wieder so vermessen.







Freitag, 21. August 2009

ein Einkauf bei Schlecker.


letztens war ich bei schlecker, nun gut, was soll man sagen, die gänge sind
so eng, dass selbst eine magersüchtige noch aufpassen muss nichts aus den
regalen zu befördern. ich wollte ja auch nichts grossartiges, mir nur eine bodylotion
kaufen, kein grossartiges unterfangen. aber an die betreffenden sachen zu
gelangen war schon ein abenteuer für sich, denn 2 leute kommen in den
winzigen gängen nicht wirklich aneinander vorbei ohne sich gegenseitig
die gliedmassen in die rippen zu stossen. aber auch das gelang noch irgendwie,
doch der schlimmste weg stand mir bevor als ich zur kasse schlurfte, da die gänge
ja wie gesagt so eng sind, reichte die schlange fast durch den halben laden.
genau vor mir stand eine etwas sehr betagte dame in der schlange, an sich nichts
aussergewöhnliches um diese zeit, eigentlich zu keiner zeit ungewöhnlich, aber
leider hatte ich das pech ihre ständig abgesetzten gase nicht nur hören zu dürfen,
sondern auch noch riechen und einatmen zu müssen, leider war ich in der schlange
gefangen, es gab kein vor und kein zurück, denn hinter mir standen auch schon
etliche leute, an denen gab es in dem gang kein vorbeiquetschen, so musste ich
ausharren, obwohl mir schon fast die sinne schwanden. zudem war auch noch die
kassiererin ein nachkomme der seltenen schnecke *schleckeritus langsamius kassirus*.
nachdem ich schon in nebelwolken eingehüllt war und nur noch mühselig den weg zur
kasse fand, verliess mich dann auch noch der gehörsinn, als ein donnerschlag vor mir
die regalwände erbeben liess. ich hoffte inständig, dass niemand hinter mir dachte,
dass ich der übeltäter wäre, aber ausser das gehör verloren die leute hinter mir ja nichts,
denn ich atmete ja den gestank für sie schon weg. ich betete zu gott, er möge mir noch
eine chance geben, so schlecht war ich doch nicht in meinem leben, ich wollte überleben,
dann würde ich auch extra 5 ave maria für den herrgott beten.
was soll ich sagen, nur gott habe ich es zu verdanken, dass ich lebend aus dem
schleckerladen kam, wäre ein anderer, ein ungläubiger an meiner stelle gewesen,
der hätte den einkauf sicher nicht überlebt.





was wäre?













was wäre der curry ohne die wurst?
was wäre der hunger ohne den durst?
was wäre die butter ohne das brot?
was wäre die kugel ohne das schrot?
was wäre die mutter ohne die brust?
was wäre eine firma ohne gewinn und verlust?
was wäre eine nase ohne flügel?
was wären kleider ohne bügel?
was wäre halb ohne ganz?
was wäre ein mann ohne schwanz?
was wäre zucker ohne salz?
was wäre ein mensch ohne hals?
was wäre der regen ohne bogen?
was wäre der fisch ohne rogen?
was wäre der schornsteinfeger ohne russ?
was wäre der orgas ohne das mus?
was wäre der anfang ohne das ende?
was wäre die kamera ohne blende?
was wäre der mann ohne die frau?
was wäre die autobahn ohne den stau?
was wäre das klo ohne spülung?
was wäre die hitze ohne abkühlung?
was wäre der wasch ohne lappen?
was wäre der polar ohne kappen?
was wäre das eis ohne bär?
was wäre das weniger ohne mehr?
all das kann ich euch nicht sagen,
also hört auf mich danach zu fragen.








gaaanz kurz.







eine nebelkrähe und eine nebelschwade,
trafen sich im fluss zum bade,
die nebelkrähe ertrank,
die nebelschwade verschwand.




der Mann auf der Rampe.







auf einer rampe
stand ein mann mit ner wampe,
sollte er springen
oder bleiben?
er fing an sich die stirn zu reiben.
er wollte lieber woanders hingreifen,
doch er hatte keinen steifen.
sein bauch war zu dick, er konnte nicht hingelangen,
wo seine mickrige wurst baumelte, ein sinnloses unterfangen.
darum war er verzweifelt und wollte das leben sich nehmen,
er stand da, ganz mutlos und fing an sich zu schämen.
nur deshalb sein leben zu beenden,
das war doch nicht richtig, das schicksal musste sich wenden.
da hatte er die idee sich eine frau zu buchen,
die konnte dann das würstchen mit der lupe suchen.
gesagt, getan, alles lief wunderbar,
das schicksal war gnädig und der höhepunkt war nah,
doch da entdeckte die gebuchte frau,
an seiner wurst eine beule, ganz grau.
was konnte das sein, wie kam die dahin,
sie war doch noch gestern nicht da, es machte keinen sinn.
die pinzette wurde angesetzt nur zu einem zwecke,
zu entfernen die vollgesogene, gemeine zecke.
alles ging glatt, der mann hatte glück,
ihm blieb noch ein rest von seinem guten stück.
er war so froh, dass er nicht sprang von der rampe,
herzlichen dank an die gebuchte schlampe.





eine Blinde und ein Tauber.


an einer linde,
da stand eine blinde.
sie konnte nicht sehen, nehme ich mal an,
was machte sie an der linde dann?
sie wartete auf den freund, den tauben,
sie freute sich und konnts kaum glauben,
als er dann endlich ward bei ihr.
es war sehr spät, schon fast halb vier.
sie fragte ihn ob er sie will,
doch er sagte nichts, blieb einfach still.
da dachte die blinde, er wäre gegangen,
oder hätte sich an der linde erhangen.
da brach der blinden plötzlich das herz,
der taube hörte das nicht und wartete bis märz.
doch seine liebste kam nie wieder zurück,
ach was hatte der taube doch für ein glück

Weihnachtszeit.


weihnachtszeit, weihnachtszeit,
die mutti ist mal wieder breit,
denn anders ist es nicht zu ertragen,
die blagen zu geniessen an diesen tagen.
weihnachtszeit, weihnachtszeit,
der papi ist noch breiter als breit,
er haut dem tobi was vor den kopf,
ist das ne freude, wenn das blut so tropft.
weihnachtszeit, weihnachtszeit,
die mutti macht die beine breit,
der papi freut sich ja so sehr,
doch er ist zu blau und kann nicht mehr.
weihnachtszeit, weihnachtszeit,
alle liegen sich in den haaren, es gibt streit,
es wird gekloppt und auch gehaun,
dann liegen alle verletzt unterm tannenbaum.
weihnachtszeit, weihnachtszeit,
das krankenhaus ist auch bereit,
all die leute zu versorgen,
die schon gesoffen seit dem frühen morgen.
weihnachtszeit, weihnachtszeit,
silvester ist ja auch nicht weit,
dann fängt das spiel von vorne an,
ach alle denken schon mit freude dran.
weihnachtszeit, silvesterzeit,
auch die polizei hält die knüppel bereit.
ach ist diese zeit nicht wunderbar?
ich freu mich schon auf das nächste jahr.

noch ein kleines Gedicht.


auf einer weide,
da stand ein heide.
auf einer wiese,
da stand ein riese.
auf einem acker,
da stand ein macker.
auf einem anger,
wurd eine schwanger.
auf einem berg,
da hockte ein zwerg.
auf einem hügel,
da hing ein bügel.
auf einer leiter,
da stand ein gefreiter.
auf einem haus,
da rannte ne maus.
auf einem scheck,
da klebte ein fleck.
auf einer blase,
da stand eine vase.
auf einem klo,
da sass ein fetter po.
auf einer wade,
da kroch eine made.
auf einer sense,
da hoppste ne bremse.
auf einer vitrine,
da liebten sich udo und sabine.
auf einen schuh,
da kackte ne kuh.
auf eine möhre,
da spuckte ne göre.
auf meinen wecker,
da hau ich die faust mit gemecker.
ich schreibe hier quatsch, fass mir nun ein herz,
ich mache hier schluss, dies ist jetzt kein scherz.








der Menschenfresser


wozu ist die strasse da?
zum marschieren,
zum marschieren mit nem abgehackten bein.
wozu ist der hoden da?
zum kastrieren,
zum kastrieren mit nem messerlein.
wozu ist der schädel da?
zum skalpieren,
zum skalpieren mit nem spitzen stein.
wozu ist der einbeinig, hodenlos, skalpierte da?
zum blamieren,
zum blamieren bei nacht im mondenschein.
wozu ist der so blamierte da?
zum servieren,
zum servieren bei wein und kerzenschein.
wozu ist der halb aufgegessene da,
zum krepieren,
zum krepieren auf der strasse ganz allein.
und wer freut sich insgeheim?
der menschenfresser,
der menschenfresser ist ein fieses schwein.





Donnerstag, 20. August 2009

niemand.


wenn ich mich schlecht fühle, wer hört mir zu?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer bettet mich abends zur ruh?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer tröstet mich?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer streichelt mein gesicht?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer hat dann zeit?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer ist dann allzeit bereit?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer nimmt mich in den arm?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wen versetze ich damit in alarm?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer macht sich gedanken um meine person?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer lässt alles stehen und liegen und hängt sich ans telefon?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer wäre dann gerne bei mir?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer würde meine hand halten und wäre hier?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wem täte ich dann leid in der not?
niemand.
wenn ich mich schlecht fühle, wer schlägt die zeit dann für mich tot?
niemand.
ihr fragt euch sicher, wer dieser *niemand* ist von dem ich hier berichte,
*ich* bin es selbst, denn *ich* tu all das für mich was oben steht, und schreib darüber gedichte.







Mittwoch, 19. August 2009

ja, nein, vielleicht...


als kinder dereinst spielten wir dieses spiel,
ja, nein, vielleicht, es machte spass, das war das ziel.
nun sind wir erwachsen, entrückt den kindertagen,
doch im herzen tragen wir immer noch die gleichen fragen:
ja, nein, vielleicht, das passt auch ins erwachsenenalter hinein,
denn diese frage ist so beständig wie regen und sonnenschein.
leider traut man sich nicht mehr diese frage real zu stellen,
das gemüt eines kindes ist weg, das gehirn fängt an unsere seele zu quälen.
ja, nein, vielleicht, das würd ich dich gerne fragen,
doch ich kenne die antwort, sie wird erwachsen klingen und nicht wie aus kindertagen,
darum frage ich nicht, aus angst, dass die antwort ein *nein* wird sein,
das würde mich umhauen und ich wäre traurig und allein,
also frage ich nicht und vertraue darauf, trotz manch schwieriger lage,
dass du dereinst mal fragst: ja, nein, vielleicht und ich weiss jetzt schon was ich sage!






Freitag, 14. August 2009

Der Prinz, der eine Braut suchte










es war einmal in einem kleinen land namens pinktorion,
ein junger könig namens rohbärto (spitzname: "the cold fish"). das land war sooo klein,
dass der könig alle einwohner namentlich kannte:
da gab es den hufschmied achimose, den fischhändler tobiasch,
die näherin macksimusel, den selbstverliebten wirt brinckmirgeld, den schafhirten
markose, den trödler jesse-jessus-maria, den werksbesitzer breu-er-ditbier, und den
tagelöhner timonade (protèger von brinckmirgeld).
das kleine land war bettelarm und der junge könig musste sich eine
prinzessin erwählen, die aus einem reichen königreich stammte um
das kleine land vor dem untergang durch die böse hexe insolvenzia zu
erretten. er hatte nur eine woche zeit um die richtige ausfindig zu machen,
ansonsten würde das kleine land untergehen oder wenn er es dann
ohne reiche prinzessin noch retten wollte, müsste er insolvenzia ehelichen.
da könig rohbärto ja weiter regieren musste, schickte er jeden tag einen
anderen untertan los um eine holde maid für ihn zu finden.
als erstes schickte er morgens achimose los, der kam abends wieder mit
der prinzessin klotzambein aus dem königreich klumpfussien, die holde
maid war ein richtiger bauerntrampel mit zwei linken füssen und pferdezähnen,
nein die wollte der prinz nicht und sie wurde im gasthaus "zur schwuchtel" von
wirt brinckmirgeld einquartiert.
am zweiten morgen schickte der könig den fischhändler tobiasch los, auch
der war abends wieder zurückgekehrt mit der holden prinzessin krötilde aus
dem königreich lurchania, aber auch diese war nicht das richtige objekt der
begierde für unseren jungen könig, sie war mit warzen bedeckt, ganz grün im gesicht und
hatte eine glatze. auch sie wurde bei brinckmirgeld untergebracht.
am dritten tag schickte er, wieder morgens, die näherin macksimusel los,
darauf hoffend, dass eine frau vielleicht einen etwas besseren geschmack
beweisen würde, als die männer vor ihr. auch sie kam abends zurück,
und was der könig dann zu sehen bekam liess ihn fast erblinden, eine
holde maid namens blasihnmira wurde ihm zugemutet, sie stammte aus
dem königreich darkroomien, was soll man da noch viel zu sagen, diese
prinzessin hatte ein teil zu viel an sich dran und muskeln wie eine russische
schwimmerin. auch sie wurde in der gaststätte "zur schwuchtel" untergebracht,
was den wirt brinckmirgeld besonders freute, aber den tagelöhner timonade
wurmte, denn er wäre gerne an blasihnmir's stelle gewesen.
am vierten tag, morgens wie eh und jeh, wurde der schafhirt markose losgesandt,
auch er war abends wieder da mit der prinzessin schwartina aus dem
königreich schwartaunus, sie war so liebreizend mit ihrer dicken nase, dem
dreifachen doppelkinn und beinen, so hoch wie breit, dass es dem jungen könig
vor grausen den atem verschlug und auch sie wurde zu brinckmirgeld verfrachtet.
am fünften tag morgens wurde der trödler jesse-jessus-maria auf brautsuche
geschickt, auch er kam abends wieder mit einer prinzessin im schlepptau,
sie hiess popeline und kam aus dem königreich riechkolbenien, sie ähnelte
eher einem nasenaffen als einer prinzessin, denn ihre nase war so lang und so
breit, die nasenlöcher so riesig, dass man fast seinen kopf dort hätte hineinschieben
können. nein, auch diese "schönheit" war nichts für unseren jungen könig.
auch sie fand quartier im wirtshaus "zur schwuchtel".
am sechsten tag schickte rohbärto gleich zwei männer morgens los, in der
hoffnung, dass wenigstens einer von beiden nicht mit blindheit geschlagen sei.
der werksbesitzer breu-er-ditbier und der tagelöhner timonade machten sich auf ihren
schweren weg. abends kamen sie pünktlich wieder zu hause an und auf den
ersten blick mutete "ihre" prinzessin ganz ansehnlich an, sie hiess
glubschina und war aus dem königreich glotzaugien. als der prinz aber der
holden maid ein wenig näher auf die pelle rückte, da entdeckte er, was ihm bis
dato verborgen blieb, die dame hatte zwei riesige augen, die wie bommeln aus
den augenhöhlen stierten, bereit jemanden sofort anzuspringen. oh gott nein, die
war auch nicht die richtige. eilends wurde sie bei brinckmirgeld abgeschoben.
die böse hexe insolvenzia rieb sich die hände, nur noch ein tag, dann
wäre der könig endlich ihrer, oder pinktorion wäre dem untergang geweiht.
der siebente morgen brach an, aber es war niemand mehr übrig der sich auf
die suche machen konnte, so musste nun der junge könig gar selbst zur brautbeschaffung
losziehen. am abend kam er wieder und hatte keine prinzessin gefunden. die
böse hexe tanzte schon vor freude einen twist. doch noch war es nicht mitternacht,
noch konnte ein wunder geschehen.
da sah der könig in einiger entfernung ein blondes mädchen stehen, sie wollte
aus dem dorfbrunnen trinken, er ging auf sie zu, sie war gar wundervoll anzusehen.
rohbärto fragte sie wie sie denn hiesse und woher sie komme und was sie hier täte.
da antwortete ihm das zauberwesen mit einer gar lieblichen stimme:" ich heisse
nörgelina und komme aus dem königreich blubbertanien und habe gehört, dass
der hiesige könig in der klemme steckt und eine reiche braut sucht, also hier bin
ich." könig rohbärto konnte es nicht fassen, sein herz stand in flammen, er hatte noch
rechtzeitig die passende frau für sich gefunden.
die böse hexe insolvenzia wurde so wütend, dass sie sich selbst im klo runterspülte
und nun als kraftvoller dünger auf den rieselfeldern landete.
könig rohbärto und prinzessin nörgelina aber feierten ein rauschendes hochzeitsfest
mit allen bewohnern des kleinen landes pinktorion, das sieben tage dauerte.
auch für den tagelöhner timonade gab es ein happy end, der wirt brinckmirgeld
machte ihm einen heiratsantrag und so wurde aus dem einfachen hochzeitsfest
gleich eine doppelhochzeit.
selbstverständlich wurde alles auf video aufgezeichnet und "die firma"
erstellte für die untertanen des königreiches blubbertanien, aus dem die
prinzessin ja stammte, viele viele mpegs, damit die auch was zu sehen bekamen von
der hochzeit "ihrer" prinzessin, denn in blubbertanien gab es zu viele einwohner,
die konnte man nicht alle zu dem fest einladen.
könig rohbärto und prinzessin nörgelina bekamen viele kinder und lebten glücklich
und zufrieden...manchmal.
und wenn sie nicht gestorben sind, dann nörgelt "sie" noch heute und "er" erträgt es
königlich.












Donnerstag, 13. August 2009

GOTT


warum streiten sich die menschen so oft, wieso gibt es kriege?
warum versetzt der eine dem anderen manchmal ganz schöne hiebe?
wie kann es sein, dass einer dem anderen nichts gönnen mag?
dass man andere um ihr hab und gut bringt überall auf der welt, tag für tag?
dass tiere gequält und kinder missbraucht und ermordet werden?
wo bleibt da *der gott* und hilft allen kreaturen hier auf erden?
hat er die augen verschlossen, schläft er oder ist er gar blind und taub?
mag er das, was er einst schuf nicht mehr ansehen, ist ihm das peinlich, mit verlaub?
klar gab er uns einen eigenen willen zu entscheiden,
doch sollte er eingreifen als *allmächtiger* wenn zu viele lebewesen leiden.
sicherlich ist da noch die streitfrage mit satan, doch hat gott das nötig?
er ist der herrscher des universums, da braucht er nicht mit satan streiten, da werd ich
ganz krötig.
alle kreaturen auf dieser erde haben ein recht auf ein gutes leben,
er sollte langsam damit anfangen sich von seinem himmelsthron zu erheben
und dem teufel zeigen wer auch ihn erschaffen hat,
ist das so unmöglich, kann oder will *er* nicht, ich weiss keinen rat.
ist doch klar, dass so viele vom glauben abkommen und nicht mehr zu ihm stehn,
wie kann man gott noch ernst nehmen, wenn er nichts macht ausser däumchen drehn.
nein, ich will hier keine blasphemie betreiben,
nur ernst hinterfragen was das ganze soll, dieses furchtbare leiden.
ich kann und ich will nicht glauben, dass gott so herzlos sein kann,
in der bibel steht doch, dass er die reine liebe ist, kriegen wir das auch zu spüren irgendwann?
das leben ist grausam und nur selten mal schön,
ich möchte doch nicht sterben ohne nochmal eine friedliche welt zu sehn.
ich hoffe, dass auch gott so denkt, auch wenn er nie stirbt, sondern ewig besteht,
aber dass er nur noch glückliche wesen auf der erde erblicken möchte, bitte gott,
sonst ist es womöglich zu spät !!!





hundeelend


es war einmal ein hund,
der war ganz kugelrund,
die beine waren nur fassade,
er sah aus wie ne dicke made.
wenn er versuchte zu laufen,
konnte er nur bäuchlings krauchen.
sein frauchen fand das total süss,
doch für den hund wars nicht das paradies.
sie fütterte ihn tagein tagaus,
mit zuckerwürfeln, welch ein graus.
dabei war er mal ein stattlicher pudel,
nun sah er aus wie eine aufgedunsene nudel.
doch die dame fand das nicht bedenklich,
der arme hund war schon richtig kränklich.
das gassigehen wurde zur qual,
kaum noch zum futternapf schaffte es unser *wal*.
der tierarzt schimpfte mit der frau,
doch die wollte nicht hören, sie war wie ein sturer pfau.
als dann der hund seinen letzten atemzug hauchte und alle viere von sich streckte,
weinte die frau zwar, doch sie begriff einfach nicht, warum dieser arme hund verreckte.
sie fühlte sich nicht mal schuldig und zeigte keine reue,
dabei hielt doch dieser hund ihr so lange die treue.
sie kaufte einen neuen hund, einen niedlichen mischling,
ihr könnt euch wohl denken, wie es diesem erging.
auch er wurde gemästet wie eine gans,
bald sah man an dem hündchen nicht mal mehr den schwanz.
doch dieser hatte glück, er wurde von dem sohn der frau gerettet,
auf diät gesetzt, wurde wieder schlank und fühlte sich wie auf rosen gebettet.
dieser hund konnte noch ein schönes leben haben,
doch nicht jedes tierchen kann das von sich sagen.
viel zu viel elend bereiten viele menschen den tieren tag für tag,
hört damit auf, denn irgendwann rächt sich die natur, glaubt was ich sag!




Mittwoch, 12. August 2009

der Spiegel


es war einmal ein eitler igel,
der liebte nur sich und seinen spiegel,
in den schaute er fast die ganze zeit,
er fand, er war der schönste igel weit und breit.
doch eines tages, da passierte es, er war entsetzt,
eine igelfrau wurde ihm vor die nase gesetzt,
die war noch selbstverliebter als der igelmann
und schaute sich die ganze zeit nur im spiegel an,
herr igel wurde nicht mehr vor sein liebstes spielzeug gelassen,
frau igel konnte doch die gelegenheit nicht verpassen,
ihre stachel zu stylen, ihre nägel zu lackieren,
herr igel wurd nervös, er schlich gramgebeugt auf allen vieren.
was sollte er tun, der spiegel war doch *sein* eigentum,
wie kriegte er die eitle dame da weg ohne ihr zu weh zu tun.
da kam ihm die idee, das spiegelbild schlecht zu reden, 
doch sie hörte nicht drauf, konnte ohne diesen spiegel nicht leben.
der igel wollte diesen spiegel verkaufen an einen mann mit spitzbubengesicht,
sie lachte nur über seine bemühungen, denn sie fruchteten nicht.
er war verletzt und furchtbar sauer,
sie lachte immer noch, doch er liess sich nichts anmerken, er war ein ganz schlauer.
des nachts als frau igel im schlaf war versunken,
da hatte sich herr igel ganz heimlich mut angetrunken,
er ging hin zum spiegel, schaute noch einmal hinein,
dann nahm er nen hammer und schlug den spiegel kurz und klein,
es waren nur übrig etliche kleine splitter,
die wurden weggespült von einem nächtlichen gewitter.
am morgen als frau igel erwachte und kein spiegel ward da, kein spiegel, so glatt und so rund,
da dachte sie, dass das schicksal ihn verschwinden liess aus gutem grund,
denn ihr dämmert es, dass der spiegel kein ersatz für einen lebenden partner sein kann,
darum ging sie zum igel, bat um vergebung fürs lachen und sie wurden frau und mann.
denn auch herr igel hatte eingesehen, dass eitelkeit nicht sinnvoll ist,
denn nur die liebe ist es wert, dass man die welt um sich herum vergisst









Sonntag, 9. August 2009

die graue Maus


in einem vierstöckigem haus,
da lebte eine kleine maus,
sie war zwar nur grau
aber dafür recht schlau.
sie liebte den mäuserich,
der weit weg von ihr wohnte, ganz fürchterlich.
leider konnten sie sich selten sehen,
die entfernung war zu gross, sie vergossen viele tränen.
wenn sie zueinander gelangen wollten, ohne ihr leben zu lassen,
mussten sie vorsichtig agieren und höllisch aufpassen.
doch nicht nur der weg zueinander barg gefahren durch hindernisse,
auch seine eltern mochten die graue maus nicht, sie verursachten dem
mäusesohn viele gewissensbisse.
doch die mäusedame war zwar dicklich und grau,
aber wie wir ja wissen, auch ganz schön schlau.
so machte sie sich auf den steinigen weg zu ihrem schatz,
sie brauchte zwar lange, aber endlich war sie vor seinem haus, am richtigen platz.
sie hatte käse dabei, um die eltern nach draussen zu locken,
dann hätte sie freie bahn um mit dem mäuserich das haus zu rocken,
sie wollte ihm sagen, wie sehr sie ihn liebe,
er wollte das gleiche sagen, er hatte gewisse triebe.
die kleine maus sah ihm tief in die augen,
was dann geschah, konnte sie fast nicht glauben.
er brannte mit ihr durch, ihm war egal was die eltern sagen,
er wollte mit seiner frau maus ein leben zu zweit nun wagen.
er winkte nochmal seinen verdutzten eltern zu, die den käse frassen,
dann rannten sie los mit den kleinen beinchen durch sämtliche strassen,
bis sie bei der grauen maus ihrem heim ankamen,
die freiheit wurde gefeiert in einem grossen rahmen,
alle kamen sie von nah und von fern,
sie freuten sich für das mäusepaar, alle hatten sie gern.
fortan lebten sie glücklich und zufrieden ihr leben,
und keine sorge, seine eltern hatten ihnen auch vergeben.
sie hatten eingesehen, dass wahre liebe keine grenzen kennt,
und niemand einfach unser mäusepaar trennt.
so nahm die geschichte ein glückliches ende,
 doch leider schreibt das wahre leben andere bände,
in der geschichte durften herr und frau maus sich lieben und zusammensein,
in der wirklichkeit kann "er" nicht zu "ihr" stehen und beide leben allein.







Freitag, 7. August 2009

die Mücke.







auf einer brücke,
sass eine mücke,
sie war hungrig
und brauchte blut,
nicht nur für sich,
sondern auch für die brut.
so hielt sie ausschau nach
einem menschen der lecker roch,
oh ja, da war dieser angenehme
duft, der ihr in die nase kroch.
ein kleiner junge,
der roch so fein,
die mückenmama
stach ihm ins bein.
das kind, es weinte,
denn der stich juckte sehr,
doch die mücke war zufrieden,
denn nun hungerte sie nicht mehr.
nun konnte sie zu ihrem
nachwuchs fliegen,
damit auch sie was
zu fressen abkriegen.
aber mitten im flug
bekam sie gierige augen,
sie musste nochmal landen
sie konnte es kaum glauben,
dieser tolle geruch von blut,
er war so nah wie noch nie,
sie schoss im sturzflug
einer frau auf das knie.
sie stoppte dort, während
die frau genüsslich rauchte,
die mücke wollte sich abermals laben
und trank mehr blut als sie brauchte.
sie war nun ganz schwer, konnte nicht mehr
weg, hörte nur noch einen klatsch,
die frau hatte die mücke bemerkt und
mit einem handschlag war das tierchen matsch.
so kanns einem gehen, wenn mann zu gierig ist
und sieht nicht die gefahr,
dann verliert man unter umständen
sein leben, so kanns gehen....ist euch das klar?!


Dienstag, 4. August 2009

Zwergenleben und Zwergentod.


auf einem berg,
da sass ein zwerg,
der war ganz verdrossen,
denn ihm waren warzen gesprossen.
was sollte er machen?
sollte er weinen oder lachen?
was sollte er tun?
agieren oder einfach nur ruhn?
er entschloss sich für das zweite,
stieg vom berg und suchte das weite.
er hoffte, dass er eine lösung fände,
er las darüber etliche bände.
doch er fand nichts, was ihm helfen würde,
ach mensch was trug er für eine schwere bürde.
keine zwergenfrau würde ihn so erwählen,
da könnte er noch so tolle sachen erzählen.
er wusste sich einfach keinen rat,
und so heuerte er an auf einem schiff als maat.
den leuten dort waren die warzen egal,
hauptsache die arbeit wurde getan und das maximal.
er kam in der ganzen welt herum,
aber egal wo er war, niemand konnte helfen, wie dumm.
seine letzte seereise führte ihn nach zwerganiau,
da sah er diese einmalige zwergenfrau,
die hatte noch mehr warzen als er in ihrem gesicht,
er war hocherfreut, manno, das gab es ja nicht.
endlich war er nicht mehr alleine im leben,
er hatte ne frau, die blieb an ihm kleben.
sie hatte das gleiche schicksal so hart durchgemacht,
sie hatte geweint bei tag und bei nacht.
sie hatte sich einen mann gewünscht, der sie auch mit warzen liebt,
nun hatte sie ihn und bald waren sie zu siebt,
denn zu den beiden gesellten sich noch fünf kindelein,
ach was kann das leben auch als zwerg mit warzen ganz herrlich sein.
die kinder hatten keine warzen und waren bald gross,
sie gingen ihren eigenen weg, sie waren schlau und famos.
die eltern nun alt, immer noch mit warzen im gesicht,
da kam ihre zeit, sie sahen das licht,
das licht der ewigkeit, es strahlte sooo weit,
nun mussten sie sterben, es war an der zeit.
sie stiegen auf den berg, wo das leben einst anfing,
 nun endete hier alles, es war der berg des yang und des ying.






Montag, 3. August 2009

die Antwort weiss nicht mal der Wind.


ich sitze grad hier und grüble über dies und über das,
zum beispiel warum ist der regen nass?
aber der wüstensand eigenartigerweise trocken?
warum heisst der berg im harz eigentlich brocken?
wer hat dereinst die sprache erfunden?
warum nennt man den menschen nicht stunden?
wer kam auf die idee buchstaben aneinanderzureihen?
warum können wir nicht nur flüstern sondern auch schreien?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum macht uns die liebe oft blind
und die erfahrung reicher?
warum wird man beim erschrecken bleicher?
warum müssen wir eigentlich schlafen?
warum gibt es die belohnung und das bestrafen?
warum gibt es böse und gut?
warum fliesst in unseren adern kein alkohol sondern blut?
nun gut, bei manchen trifft das sicherlich manchmal nicht zu,
die haben mehr alkohol in sich als ein betrunkenes känguruh.
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum ist der mensch nicht gleich ausgewachsen, sondern erstmal ein kind?
warum besteht das meer aus einzelnen wassertropfen?
warum hat eine flasche wein einen braunen und nicht blauen korkpfropfen?
warum essen wir fleisch und nicht nur blätter?
warum gibt es eigentlich gutes und schlechtes wetter?
warum liebt man und hasst man zuweilen ein und dieselbe person?
warum sitzt ein könig nicht auf einem stuhl, sondern auf einem thron?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum läuft ein mensch auf zwei beinen und nicht auf vier wie ein rind?
warum ist das rad rund und nicht eckig?
warum ist der müll nicht sauber sondern dreckig?
warum gibt es arm und reich?
warum spielen wir anderen so gern einen streich?
warum leiden wir am meisten, wenn wir am glücklichsten sein könnten?
warum müssen wir arbeiten und kriegen im alter renten?
warum tauschen wir nicht nur das was wir haben, sondern müssen für geld arbeiten gehen?
warum müssen wir beim schlafen liegen und können nicht einfach dabei stehen?
warum haben wir zum hören an der seite ohren,
und nicht nur einfach zwei implantierte sensoren?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum gibt es immer stinkende socken bei den sportlern im spind?
warum wird babyöl nicht aus babies produziert
wenn doch sonnenblumenöl aus sonnenblumen gewonnen wird?
warum fliessen die tränen beim lachen und beim weinen?
warum sollten sich gedichte reimen?
warum haben manche frauen, und auch männer, halterlose strümpfe an,
wenn doch ein halter eigentlich nur ein besitzer von etwas sein kann?
haben dann zwangsläufig halterlose strümpfe keinen besitzer?
was ist der unterschied zwischen glitter und glitzer?
warum heben männliche hunde ihr bein?
warum haben manche menschen ein herz aus stein?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum setzt man machmal vor die farbe grün das wörtchen lind?
hat schon mal jemand den mann im mond gesehn?
warum können sich runde sachen drehn?
warum ist ein schimmel weiss und ein rappe schwarz?
warum sagen wir manchmal pups, furz, forz oder farz?
warum spielen wir *mensch ärger dich nicht*
und nicht *mensch freu dich doch* und das mit viel zuversicht?
warum reden manche leute ohne luft zu holen?
warum wird so viel auf der welt gestohlen?
warum staunen wir bauklötze und nicht mammutbäume?
warum haben wir des nachts so viele träume?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
warum heisst der schauspieler eastwood mit vornamen clint?
warum sind grimassen meist lustig, aber gruselig meistens die fratzen?
warum haben kahlköpfige auch gleichzeitig glatzen?
warum darf man jemanden bis an die ecke, aber nicht um die ecke bringen?
warum kann man nicht über seinen eigenen schatten springen?
warum haben die wochentage namen, aber die stunden nicht?
wieso lacht man seinem gegenüber nicht in die ohren, sondern ins gesicht?
warum haben wir läden die finger-und ohrringe verkaufen, aber keine augenringe?
warum ist es dasselbe, egal ob wir gegenstände sagen, sachen oder dinge?
warum fragen kinder einem löcher in den bauch, aber nicht in den magen?
wieso können wir keine kritik und auch manchmal ein lob nicht ertragen?
es gibt sooo viele fragen, die antwort weiss nicht mal der wind.
ich auch nicht, deshalb mach ich mich auf und davon und zwar geschwind...











Samstag, 1. August 2009

Spinnenbrut


in einem nest, nem kleinen feinen,
sassen 1000 spinnchen mit 8 beinen.
die mama hatte sie verlassen,
nun mussten sie selbstständig fressen fassen.
sie verliessen allesamt ihr heim
und richteten sich jeder für sich woanders häuslich ein.
die hälfte liess ihr leben beim versuch zu jagen,
eine armee ameisen trug sie davon um sich an ihnen zu laben.
der rest überstand das erste halbe jahr,
ja, glaubt es mir, es ist wirklich wahr.
ein jahr ging ins land und leider war es so,
nur noch eine spinne erfreute sich am leben und war froh.
diese kleine spinne war nun schon recht gross,
sie lernte schnell, und ihr spinnennetz war nicht bloss
eine falle für die beute und ihr lebensraum, 
es fand sich auch ein spinnenmann, der playboy vom nebenbaum.
der brachte der spinne viele eier ins  nest neben ihrem spinnenrad,
die sie auch nur ablegte und dann verliess, wie einst ihre mutter es tat.
die kleinen waren nun auch auf sich gestellt,
so ist nun mal der lauf unserer welt.
leider geht es auch manchen menschenkindern so,
wenns euch nicht so erging, klagt nicht und seid froh.





Einsame Hoffnungslosigkeit, oder Willkommen am Eingang zur Hölle

  Es gab mal Zeiten, vor vielen, vielen  Jahren, als ich noch an das Gute geglaubt habe, aber ich bin kein Hiob, der alles verloren hat und ...