Eine schwarze Rose, so schön und so perfekt wie der Morgentau,
liegt auf einem Grab, jemand tat sie dort hin, aber es war keine Frau,
nur ein Mann mit schlechtem Gewissen würde so eine Rose wählen,
nur ein Mann, der sehr liebt kann sich so mit starken Vorwürfen quälen,
so dass er eine schwarze Rose wählte für die Frau die er liebt und vermisst.
Ihn belastete die Schuld, dass er ihr nie sagte, dass sie die Einzige für ihn ist,
dass er viel zu selten zu ihr kam und zu wenig da war für sie in der Not,
er hatte sie viele Jahre nicht gesehen, nun war es zu spät, nun war sie tot.
Er weinte an ihrem Grab bittere Tränen und bereute sein handeln so sehr,
sie hatte ihn oft gewarnt wie schnell es gehen könne und sie wäre nicht mehr,
aber er wollte ihr nicht glauben, dachte nur an sich und sein Geld,
nun hatte er zwar noch das Geld, aber nicht mehr das Liebste auf der Welt.
Tiefe Nebelschwaden hüllten ihn ein und erinnerten ihn an die Nächte mit ihr,
als er noch zur Höchstform auflief und er sie nahm wie ein Stier.
All die schönen Erinnerungen manifestierten sich in seinem Kopf, das war das Ziel,
er dachte an Vanessa, Lea und Arena, die bedeuteten ihm auch mal viel,
zusammen hatten sie dereinst so viel Spass, aber dann fand auch das ein Ende.
Das Leben war sehr hart für ihn und seine Liebste..."sie" hoffte so sehr auf eine Wende.
Er stand noch immer da und starrte auf die Rose, mit seinen Tränen benetzt,
er konnte sich nicht beruhigen, er war noch immer über ihren Tod zutiefst entsetzt.
Er rief voller Verzweiflung nach seiner Frau Maus, er klagte in die finstere Nacht,
ach könnte ich sie nochmal in meinen Armen halten, ich hab so viel Fehler gemacht,
ich hätte ihr noch so viel sagen müssen, ihr zuhören sollen, anstatt so oft nur
zu schlafen und zu schweigen,
auch wenn es schwer zu glauben sein mag, ich würde für eine Minute mit ihr sogar
in die Hölle hinabsteigen.
Er holte eine zweite schwarze Rose hervor, es zitterten seine Hände, als er die Rose
neben die erste legte, auf das kalte Grab,
alles war so dunkel, so unwirklich und dann dazu der dichte Nebel, es war wie
in einem alten Horrorfilm, sein Blick sank hinab,
er stand reglos da, die Tränen wollten nicht versiegen, all diese Gedanken hatte er
viel zu lange unterdrückt,
er weinte und seufzte in die dunkle Nacht, den Blick aufs Grab gerichtet und wurde
vor Kummer fast verrückt,
er hatte ihr nie seine Liebe gestanden, sie war doch die Richtige für ihn,
nur sie liess ihn sein wie er ist, nur sie hatte ihm immer alles verziehn.
Da wurde ihm immer bewusster, dass alles mal ein Ende hat und er sie nie wieder
sehen, nie wieder bei sich haben würde.
Die Gedanken daran liessen ihn einfach nicht los, er sah in nichts mehr einen Sinn
im Leben, alles war nur noch eine Bürde.
Frau Maus liebte ihren Herr Maus über alle Massen, dass sie vor Herzeleid starb,
weil er nicht mehr zu ihr kam, er nichts änderte, es keine Wende gab,
sie hatte bis zum Tode gehofft, aber sie bekam leider nie den ersehnten Heiratsantrag,
er dachte nie darüber nach, nein, er ahnte nicht mal, dass ihr so viel daran lag,
er hatte ihr versprochen bei ihr zu sein und ihre Hand zu halten so lange bis sie
für immer ihre Augen schloss,
er schaffte es leider nicht, ihr letzter Gedanke galt trotzdem nur ihm allein, sie
verzieh alles, denn ihr Herz war so gross.
Er wollte nicht weiter ohne seine Liebste sein, er holte ein Messer heraus,
er rammte es sich mitten ins Herz, und starb auf dem Grab von Frau Maus.
Sein Blut tränkte die Rosen und das Grab in finsterer Nacht,
der Mond und eine klagende Eule hielten bei diesem Szenario wacht.
Die schwarzen Rosen lagen da, so frisch, so schön, als wäre nichts geschehen,
nur der Mond und die Eule waren Zeugen, sonst hatte niemand etwas gesehen.
Die zwei Rosen liegen noch immer auf dem Grab, so schwarz und so schön,
sie sind noch immer mit Blut getränkt und frisch, jeder kann es sehn,
die Leute erzählen sich noch heute die Geschichte der Rose, sie ist so schaurig schön,
für unser Liebespaar endete sie allerdings tragisch, so herzzerreissend anzusehn.
Das Rätsel um die nie verwelkenden Rosen wurde, trotz intensiver Recherchen und
vielen Untersuchungen, nie vollständig gelöst,
wäre Herr Maus nicht durch eigene Hand gestorben, er wäre sicher schon längst
auf seiner Couch für immer eingedöst und verwest.
Die Geschichte ist hier zu Ende, bald ist wieder Vollmond und dann tanzen
wabernde Nebelgestalten um dieses eine besondere Grab.
Weint nicht um unsere Protagonisten, denn dies ist ja nur eine Geschichte und
die Nacht ist bald vorbei und es beginnt ein neuer Tag.


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