zwei kalte füsse hingen von einem ast an einem baum,
zusammen mit bauer drösel, der sich erhangen hat, man glaubt es kaum.
die füsse hatten fusspilz und weinten bitterlich,
denn nun war niemand mehr da der den pilz entfernt ganz mutig und ritterlich,
noch sah niemand den brösel dort hängen und im winde sich drehen,
nur die kinder der füsse, 10 zehen an der zahl haben ihn gesehen.
die kleinen racker froren im kalten wind am baum,
es war so hoch, man konnte nicht springen, das war ein alptraum.
mutter und vater fuss wollten den kleinen nicht die wahrheit sagen,
sie trösteten die zehenkinder, konnten es jedoch nicht wagen
den kindern ihre befürchtungen offen zu gestehen,
denn sie würden wohl mit bauer brösel faulend zu grunde gehen.
die füsse und die zehen froren fürchterlich, denn es wurde bitterkalte nacht,
niemand kam vorbei, niemand hat brösel vermisst, oder an ihn gedacht.
so verging die zeit, monate waren ins land gegangen
und familie fuss war immer noch an bauer brösel gefangen.
bis eines tages ein gewitter die gegend unsicher machte
und ein blitz ganz überraschend in unseren baum zuckend krachte,
der war schon morsch und hielt dem blitz nicht stand,
er fiel einfach um samt brösel der so endlich vom baum verschwand.
die füsse und die kinderlein lösten sich vom bauer und liefen fort,
sie wollten weiterleben, sich wärmen in einem haus im nachbarort.,
an einem kamin mit flackerndem feuer und im warmen wasser baden,
sie waren so beschäftigt mit diesen gedanken und liefen durch nebelwaden,
sie merkten nicht wie das fleisch von den füssen und zehen den maden
zum opfer fielen,
sie dachten nicht dran, dass nach dem tode diese viecher nach fleischigen
opfern schielen.
es dauerte nicht lange und übrig blieben nur die blanken knochen,
so ist familie fuss bis zum nächsten ort gekrochen.
dort wurden sie herzlich aufgenommen, mit warmem wasser gewaschen und
an den kamin gesetzt,
sie wurden abetrocknet, wunderschön bemalt und mit farbe benetzt,
als letzte tat bekamen sie einen haken durch den knochen,
die frau des hauses musste nun das weihnachtsessen kochen,
die füsse und die kleinen zehen wurden an dem weihnachtsbaum angebracht,
so schliesst sich der kreis, von baum zu baum, halleluja, es ist heilige nacht

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