Mittwoch, 19. Oktober 2022

Viridis Mundi











 es lebten einst sehr glückliche menschen in diesem land,

weit weg von uns, versteckt und noch völlig unbekannt,

es hiess viridis mundi, voll von bäumen mit früchten und saftigen wiesen,

grüne welt hiess es übersetzt und die einwohner nannten sich viridisen.

diese versteckte insel mitten in der karibik und mit traumhaftem wetter,

machte die menschen dort glücklich, ihr gott hiess tempesta und war ihr erretter,

denn vor ewigen zeiten, keiner weiss genau wann, hatte er erbarmen und die 

atlanter auf die insel gebracht,

die einst in atlantis lebten, dieses land versank im meer, aber gott hat der

guten menschen gedacht,

sie brauchten nicht viel machen, dieses eiland war perfekt,

sie waren friedliche menschen und lebten lange unentdeckt.

durch die vielen grünen pflanzen im essen, bekamen die viridisen grüne haut,

für die menschen hier war das ganz normal, alles war vollkommen vertraut.

viele jahrhunderte blieb es so, bis eine spanische galeere zu ihnen fand,

sie hatte im sturm gelitten und lag nun beschädigt am weissen strand.

die menschen der insel waren aufgeschlossen und zu jedem herzlich und nett,

sie wollten das schiff gleich reparieren, boten den seefahrern essen und ein bett,

doch die spanischen männer machten sich lustig über die grünen gestalten,

sie nahmen diese menschen nicht ernst, wollten ab jetzt ihre insel verwalten,

die viridisen wurden als billige arbeitskräfte gehalten, ihnen wurde alles genommen,

keiner wusste genau wie das geschehen konnte, sie waren noch völlig benommen

von der dreistigkeit der besatzer, nur weil die inselbewohner grüne haut hatten.

als die insel völlig ausgebeutet war und kahl gefressen von den ratten,

die die spanier auf ihrer galeere hatten als blinde passagiere,

das reichhaltige essen auf der insel lockte auch diese tiere,

da wussten sie, dass es nun zeit war sich selbst etwas neues aufzubauen,

sich endlich darauf besinnen was sie alles können und nicht nur auf gott zu vertrauen.

sie bauten neue pflanzen an und hütten um darin zu wohnen,

ihr gott tempesta durfte hoch oben auf dem berg templum thronen.

sie hatten, nach jahrhunderten des glücks, die bittere erfahrung gemacht, 

dass es immer menschen geben wird, für die zählt nur die macht,

die alles ablehnen was anders ist als sie selbst, die neidisch und nicht 

glücklich sind,

doch so lange es noch menschen gibt die den mut haben und standhaft bleiben 

trotz starkem gegenwind,

besteht die hoffnung, dass eines tages genug lebewesen aufbegehren 

und sich gegen die allmacht solcher menschenverachtenden egoisten wehren.


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