es war dereinst ein stolzes dromedar, das lebte in der wüste sahara in afrika,
als es noch klein war, freute es sich auf die schönen oasen und auf suleika,
so hiess das hübsche kamelmädchen der familie el smirlapp.
der junge dromedarmann hiess boula, der name war recht knapp.
in diesem teil der wüste hatten nur reiche trampeltiere einen nachnamen,
nämlich den ihrer menschenfamilien zu denen sie hinkamen.
meistens wurden sie schon in dieser sippe geboren,
aber manchmal auch als junges trampeltier gefangen und geschoren.
viele clans hielten sich kamele wegen der höheren einstufung in der
ansehensliste.
kamele hatten zwei höcker und wurden gerne genommen zum kamelrennen
über die sandpiste,
aber auch für lange reisen durch die wüste um z.b. gewürze zu verkaufen,
kamele konnten mehr wasser speichern, konnten dadurch länger aushalten
in der wüste zu laufen.
dromedare hatten nur ein höcker und waren deshalb nicht geeignet für viel
ballast und lange reisen,
man hielt sie eher als kurzstreckenreittier, von einer oase zur anderen, oder
einfach zum verspeisen.
nun gut, genug der erklärung, unser dromedar boula war ein stattliches exemplar
eines jungbullen und er liebte suleika,
die war auch verliebt in ihn, aber leider sagten die familien nein, da weinten
sie und weinten immer weiter.
die familie el smirlapp hielt sich für was besseres und durfte sich auch garnicht
mit nicht standesgemässen partnern verpaaren
und die familie von boula war es seit generationen auch nicht anders gewohnt,
so war es halt seit hunderten von jahren.
die beiden verliebten konnten das nicht ertragen und rissen von zu hause aus,
bedachten aber nicht, dass sie noch niemals alleine durch die wüste gewandert
sind, oh graus.....
dem armen boula ging bald das wasser aus und auch suleika hatte nicht mehr
genug um es noch weiter zu schaffen.
dann sahen sie in der ferne palmen, wussten aber nicht ob es nur eine fata
morgana war, sie mussten sich aufraffen.
mit letzter kraft kamen sie in der oase an, dort gab es wasser und früchte
im überfluss,
es gab alles was ein kamelherz begehrte, jeder wurde satt, denn hier gab es
alles im überschuss
das glasklare blaue wasser lud sofort zum baden ein, aber zuerst wurden
die höcker aufgefüllt,
die dattelpalmen waren überreich bestückt mit reifen datteln, hunger und
durst waren nun gestillt.
da sahen sie auch ihre familien nahen und hatten angst wieder nach hause
zu müssen,
doch die familien hatten ein einsehen und liessen ihre kinder sich in dieser oase
das leben versüssen.
natürlich besuchten sie sich gegenseitig und beide grosselternpaare freuten
sich über den zuwachs von boula ibn ben boula el smirlapp dem dromedarbaby,
denn auch so geht es, es muss nicht immer böse enden, bei gutem willen aller
geht es auch glücklich weiter und bald kommt noch ein baby, eine kleine kamellady.
und wenn die oase nicht im saharasand versunken ist, dann lebt unsere kamelsippe
dort immer noch.

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