Mittwoch, 12. Oktober 2022

das Mondkalb



 
auf dem mond, tief unter der oberfläche, völlig versteckt,

lebte ein einsames mondkalb, bisher noch unentdeckt.

so oft betiteln wir  tolpatschige gestalten so, ohne darüber

einen gedanken zu verlieren,

dass im mond solch eines lebt, es ähnelt den auf der erde

lebenden stieren.

in klaren nächten traute sich das mondkalb aus dem untergrund

hinauf,

um die schöne aussicht zu geniessen und sich fit zu halten mit

einem dauerlauf.

das mondkalb war ein süsses mädchen und wollte in form sich halten,

denn es hoffte schon seit jahren auf einen jungen mann ohne falten,

doch es schien wohl offenbar so zu sein,

das arme mädchen war auf dem mond ganz allein.

eines tages, es war sonntag, so um viertel nach drei,

da kam ein mondkalb mann zufällig vorbei,

er wohnte eigentlich auf der anderen seite vom mond,

auch er war das alleinsein seit jahren gewohnt,

 und suchte ein mondkalb für sein herz

und fand es auf dieser seite des mondes, das ist kein scherz.

die beiden entbrannten in liebe zueinander,

sie bekamen etliche kinder, eins davon war der stammhalter alexander.

so war die zukunft dieser spezies nun endlich gesichert,

ich lüge nicht, die geschichte ist wahr, es wird nicht gekichert.

schaut in klaren nächten nach oben und wenn ihr glück habt seht ihr 

 dunkle flecken auf dem mond, 

das ist familie mondkalb, denen es egal ist ob ihr an sie glaubt und

die dort glücklich wohnt.

manchmal, wenn es still ist, ihr auch ruhig seid und genau hinhört,

könnt ihr vernehmen wie herr mondkalb stimmgewaltig in den 

weltraum röhrt.

leider gibt es keine mondkälber auf der erde, denn sie vertragen unsere

atmosphäre nicht,

denn der sauerstoff löst ihren körper auf, das wäre natürlich ihr tod und

nun das ende vom gedicht





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