Dienstag, 4. August 2009

Zwergenleben und Zwergentod.


auf einem berg,
da sass ein zwerg,
der war ganz verdrossen,
denn ihm waren warzen gesprossen.
was sollte er machen?
sollte er weinen oder lachen?
was sollte er tun?
agieren oder einfach nur ruhn?
er entschloss sich für das zweite,
stieg vom berg und suchte das weite.
er hoffte, dass er eine lösung fände,
er las darüber etliche bände.
doch er fand nichts, was ihm helfen würde,
ach mensch was trug er für eine schwere bürde.
keine zwergenfrau würde ihn so erwählen,
da könnte er noch so tolle sachen erzählen.
er wusste sich einfach keinen rat,
und so heuerte er an auf einem schiff als maat.
den leuten dort waren die warzen egal,
hauptsache die arbeit wurde getan und das maximal.
er kam in der ganzen welt herum,
aber egal wo er war, niemand konnte helfen, wie dumm.
seine letzte seereise führte ihn nach zwerganiau,
da sah er diese einmalige zwergenfrau,
die hatte noch mehr warzen als er in ihrem gesicht,
er war hocherfreut, manno, das gab es ja nicht.
endlich war er nicht mehr alleine im leben,
er hatte ne frau, die blieb an ihm kleben.
sie hatte das gleiche schicksal so hart durchgemacht,
sie hatte geweint bei tag und bei nacht.
sie hatte sich einen mann gewünscht, der sie auch mit warzen liebt,
nun hatte sie ihn und bald waren sie zu siebt,
denn zu den beiden gesellten sich noch fünf kindelein,
ach was kann das leben auch als zwerg mit warzen ganz herrlich sein.
die kinder hatten keine warzen und waren bald gross,
sie gingen ihren eigenen weg, sie waren schlau und famos.
die eltern nun alt, immer noch mit warzen im gesicht,
da kam ihre zeit, sie sahen das licht,
das licht der ewigkeit, es strahlte sooo weit,
nun mussten sie sterben, es war an der zeit.
sie stiegen auf den berg, wo das leben einst anfing,
 nun endete hier alles, es war der berg des yang und des ying.






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