viel, viel früher, in der guten alten steinzeit,
waren die menschen allzeit bereit,
sie waren auf der hut vor feindlichen stämmen
und gefrässigem getier
und wenn ein kampf unvermeidlich war, meistens
so nachmittags um vier,
da gingen die männer zur jagd und verteidigten die
sippe vor säbelzahntiger und co,
die frauen kümmerten sich um die kinder und um
das fleisch, das aß man damals noch roh.
dann schlug eines tages der blitz in einen baum, so ein
paar jahre, oder jahrtausende später,
alle hatten angst und glaubten an einen bösen streich
von einem abtrünnigen verräter,
bis ein mutiger mann bemerkte, dass das feuer wohltuende
wärme spendet,
ab sofort wurde auf das feuer aufgepasst, dass es anbleibt
und weiter hitze aussendet.
irgendwann, zirka am 23. januar 100.000 v. ch. so um
die mittagszeit,
fiel der frau des anführers ein stück fleisch ins feuer, es
gab einen riesenstreit,
bis einer das heisse stück fleisch probierte und völlig aus
dem häuschen war,
seitdem wurde alles was man essen konnte, im feuer geröstet,
die sippe fand es wunderbar.
das leben war nicht einfach ohne richtiges werkzeug, aber man
kannte es nicht anders, sondern nur so,
auch der transport von mammut und co, war sehr anstrengend
und die männer schliefen sofort ein im stroh.
durch zufall sah eines tages jemand einen runden stein, der
kullerte einen abhang hinunter,
er versuchte aus einem felsbrocken einen runden stein zu
hämmern, der fiel immer wieder runter,
er probierte es wochenlang und dann hatte er eine grosse
kugel fertiggestellt,
bis man allerdings wusste wofür die kugel gut war
vergingen etwa 10.000 jahre fast wie im flug,
das gehirn war noch nicht so ausgeprägt und es konnte keine
komplexeren dinge erfassen in einem gedankenzug.
eine richtige sprache gab es damals auch noch nicht, man stam-
melte sich voller eifer grunzlaute entgegen,
aber damals wusste man was der andere damit meinte und
antwortete grunzend zurück, verwegen.
auch heute noch gibt es manche menschen die mehr grunzen, als
verständliche worte zu bilden,
allerdings haben wir inzwischen die bedeutung dieser laute
verlernt in unseren heutigen wortgefilden
es gibt immer noch männer die sich nach der steinzeit sehnen, weil
sie sich auch nicht anständig ausdrücken können,
sie würden am liebsten ihre frau am haar in ihre behausung ziehen,
denn sie denken sie hätten das recht sich das zu gönnen.
zurück zur richtigen steinzeit, da war das wetter auch noch nicht so
beständig wie heutzutage,
man hatte mit hitze, kälte, erdbeben, vulkanausbrüchen und vielen
anderen widrigkeiten so seine plage.
die frauen zum beispiel mussten auch ohne hilfe von ärzten und
hebammen ihre kinder gebähren im hocken,
manchmal wunderte sich ein mann woher das kind kam und die frau
musste sich erklären, das war ein harter brocken,
fremdgegangen wurde auch in der steinzeit, die damen hatten da
auch schon ihre vorliebe und ihren geschmack,
ein mann, der sich bei der jagd und begattung nicht beweisen konnte,
wurde aus der höhle verbannt, der lahme sack.
medizin gab es noch nicht, wenn jemand krank war, oder verletzt, gab
es nur kräuter zum trinken und zur einreibung
allerdings war die wilde urzeit voller tödlichen gefahren und da
halfen auch keine kräuter mehr bei der heilung.
anhand all der gefahren und umstände wurden die menschen
selten älter als 30 jahre,
in diesem alter war man schon uralt und sah auch so aus, aber
man verlor keine haare.
den kindern wurde schnell beigebracht wo ihre rolle im leben ist,
ein junge lernte jagen, ein mädchen lernte, dass sie nicht vergisst,
dass die höhle, essen zubereiten und dem mann zu willen sein,
nun ihre aufgabe ist, sonst holt der kerl eine andere in sein bett hinein,
in der guten, alten steinzeit war das normal, die frauen waren
damals noch anders und wollten die männer so,
je animalischer sich ein mann aufführte, desto beliebter war er,
am begehrtesten waren typen urtümlich und roh.
die winter waren hart und man wärmte sich gegenseitig durch
dichte behaarung, dem körperfell,
das war damals ein schönheitsideal, je mehr, desto erotischer,
und männlicher der steinzeitgesell
und je strenger ein mann roch, umso männlicher wirkte er,
frauen hofften auf einen kerl, der ein guter jäger und liebhaber wär.
nicht immer hielt die behaarung und der geruch eines mannes was
er verprach,
auch frauen irrten sich mal, sie durften einen neuen partner wählen
ohne krach.
die zeit war schwer, die tiere riesig und verfressen und die sippen,
den umständen entsprechend, kriegerisch und wild mit harten tritten.
der mann musste ständig um sein hab und gut kämpfen und siegen
die frau war genauso bereit und verteidigte ihr heim auch mal im "liegen".
das leben war kein zuckerschlecken, es war sehr schwer und die sterberate
war sehr hoch, zu dieser zeit, auch beim kinderkriegen
zum glück leben wir im hier und jetzt, aber etwas zu bemängeln gibt es
wohl in jeder generation, egal, ob beim verlieren, oder siegen.
nun wollen wir uns verabschieden von der wilden und schweren steinzeit,
mein gedicht ist fertiggestellt und zum gelesen werden ab jetzt bereit.
ich hoffe meine leicht humoristische exkursion in sehr alte zeiten findet
euer gefallen und nicht euren groll.
vielleicht empfehlt ihr mich weiter, falls euch meine art zu schreiben
gefällt und ich so weitermachen soll.

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