Mittwoch, 9. November 2022

das Dreibeinschwein






 das kleine schwein mirinda,

das wurde immer blinder,

es hatte nur drei beine, 

sorry, dass ich jetzt weine,

mirinda hatte nur ein ohr,

auch keine borsten, weswegen sie fror,

das kleine, muntere schwein

wollte garnicht anders sein,

es konnte mit den makeln leben

sie half so gerne beim briefmarkenkleben,

denn mirinda sabberte sehr viel,

das half beim markenklebespiel.

das schweinchen hatte keinen ringelschwanz,

nur einen puschel, der störte nicht beim tanz,

denn der dreibeintanz war ihre leidenschaft,

doch leider hat es ihren partner dahingerafft,

 ein schwein zu finden mit drei beinen

ist nicht einfach, sie war traurig und musste weinen,

da fuhr ein laster an ihrem hof vorbei in einem affenzahn,

darauf ein schwein, das wurde zum schlachter gefahrn,

denn dem armen schwein fehlte ein bein,

mirinda rettete ihn und bat ihn in den stall hinein.

der arme kerl hiess theobald 

und war noch ganz jung und garnicht alt.

die beiden verstanden sich sofort

und erfreuten sich an diesem tierfreundlichen ort,

auch seine leidenschaft war der dreibeintanz

und die beiden ergänzten sich auch ohne schwanz,

denn auch dem theobald fehlte das ringelschwänzchen

und forderte mirinda auf zu einem verlobungstänzchen.

die beiden heirateten an einem sonnigen freitag morgen,

die speisen mussten sie sich vom schlachter borgen,

denn geld besassen sie nicht, sie waren ja tiere,

der bauer lag im hospital und spendete grad eine niere

das fest wird niemand so schnell vergessen,

denn es wurde getanzt bis zum eierpressen.

es dauerte nicht lange da kamen die kinder,

sechs an der zahl, da staunten sogar die rinder,

es waren drei jungen und drei mädchen,

der vater drehte vor stolz ein paar runden mit dem rädchen.

das schönste geschenk aber war der nachzügler hein,

der kam etwas später als die anderen und ihm fehlte ein bein.

mirinda, die mutter, konnte es nicht fassen und grunzte vor glück,

der bauer fiel aus allen wolken und war total entzückt,

denn damit hatte er nicht gerechnet nach seinem kranksein

er baute vor freude der familie ein kleines eigenheim,

wo alle schweinchen seitdem lebten bis zum heutigen tage,

egal mit wievielen beinen sie ausgestattet waren, ohne frage.

und wenn sie nicht gestorben sind, dann wird es aber bald soweit sein,

meine geschichte ist jedenfalls zu ende, schaut mal wieder hier rein.




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