O du selige Weihnachtszeit,
sind eure Nerven dafür bereit?
der Einkaufsstreß fängt schon vor dem vollen Parkhaus an,
die Autos stehen erstmal im Stau, ich häng mich an
das Ende ran,
einen Parkplatz zu finden erfordert große Geduld,
dann sind auch noch nicht mal Einkaufswagen da, meine
Tochter gibt mir die Schuld,
ich hätte ja früher einkaufen können
und nicht die ganze Zeit im Bett verpennen.
wir stehen in der Einkaufswagen-Warteschlange,
wir hatten Glück und warteten nicht so lange,
denn ein schmächtiger Azubi schob die Wagen schweißgebadet
aus dem Parkhaus in den Laden,
nun konnten wir endlich loslegen und einkaufen, ich würde jetzt
lieber in meiner Wanne erholsam baden.
einige leere Regale verhagelten den Leuten die Laune,
denn ausgerechnet das Klopapier war alle, ich staune.
Ganz besonders schlimm sind kreischende Kinder die alles haben wollen,
Männer die genervt den Einkaufswagen vor sich herrollen,
Frauen die zweifelnd an den Regalen stehen und
hilfesuchend zu dem Partner sehen
nehme ich nun dieses, oder jenes und dann doch wieder
weitergehen.
der Supermarkt ist so voll, man glaubt es kaum,
an die Regale gelangt man nur mit Mühe, echt ein Albtraum.
Etliche Männer eisen sich los von ihrer frau um erst in der
Autoabteilung und dann bei Bier und Alkohol zu landen,
dem männlichen Geschlecht fehlt die Geduld für frauen, sie
wirken am Einkaufswagen wie ein Wal beim stranden.
In dem ganzen Chaos mittendrin,
steht dann die Kassiererin,
sie muß immer lächeln und freundlich sein, selbst als ein Kind
voller Freude Vogelfutter durch die Gänge verteilt,
geduldig ruft sie nach einer Reinigungskraft, es ist keine verfügbar,
nun muß sie es selber machen, während es draußen schneit
und dann darf sie noch an der Kasse immer wieder alles richten,
denn die Kinder verteilen die Prepaidkarten auf dem Boden, mitnichten,
es gibt ja kaum noch eine Frau im Laden
die ein wachsames Auge hat auf ihre Blagen,
denn diese Mütter hängen lautstark telefonierend an ihrem ,
Handy die ganze Zeit,
wahrscheinlich dürfen sie das Zuhause nicht,
dann ist es soweit,
der erste Streit zwischen zwei Frauen entbrennt
in hohem Masse,
denn beide behaupten sie wären vor der anderen
dran an der Kasse,
beruhigt werden beide dann doch sehr schnell, denn
sie werden abgelenkt,
von ihren Kindern, die schreiend durch den Laden rennen
und eines hat sich den Finger verrenkt.
ich bin ja so froh, daß mein Kind so gut erzogen ist und
nicht von meiner Seite weicht,
ich schau mich um, es trifft mich der Schlag, ich suche
voller Panik mein Kind, es ist nicht leicht,
denn der Laden ist so voll wie ein Weihnachtsmarkt und
ich sehe nichts weiter, als schmale, oder breite Gestalten
ich rase mit dem Einkaufswagen durch die Gänge, umfahre
gekonnt Mensch und Regal und komme endlich zum halten.
da sehe ich mein Kind auf dem Schoß vom Weihnachtsmann,
sie wünscht sich von ihm nur, mich wiederzufinden, ich halte vor
Stolz den Atem an,
das macht diesen chaotischen Einkauf erträglich und die Weihnachts-
musik im Laden erwärmt unsere Herzen und Seelen
und ich weiß schon jetzt, zu Silvester wird es nicht besser sein,
aber ich bewahre dann Geduld, sollen sich andere quälen
ich wünsche allen eine streßfreie und besinnliche Weihnachtszeit
und auch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2024, ich hoffe ihr seid
dafür bereit,
aber im Endeffekt haben wir eh nicht die Wahl,
das Leben geht weiter, ob mit Freude, oder mit Qual.
Jedes Jahr hofft man auf eine Besserung der Lage,
aber es wird immer schlimmer, ich weiß nicht wie ich das ertrage.
am besten mit Humor und einem Lächeln im Gesicht,
es kommt wie es kommt, ändern können wir es eh nicht.....

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