tief im urwald und völlig unentdeckt lebt ein volk von kannibalen,
es ist der stamm der täteräten, sie können sich gut bemalen.
doch bemalt wird nur, wenn es auf beutezug geht,
z.b. zum stamm der pomaden, dem erzfeind.
alle die mitdürfen sind dann immer sehr aufgeregt.
nur lumumba findet diese fehde nicht gut und weint,
aber nur heimlich.........diesmal darf der kleine lumumba mit,
er muss beweisen, dass er nun ein mann ist und fit.
ihr müsst wissen der kleine lumumba ist ein tolpatschiger geselle,
bei ihm geht alles schief, zum glück war bisher immer einer zur stelle.
er ist der unglücksrabe in seinem dorf,
sein körper ist schon übersät mit schorf.
erst gestern verbrannte er sich beim kochen den linken arm,
als er einen touristen in den kochtopf stecken sollte, oh man war das warm.
er hat ja glück, dass er der sohn vom häuptling ist,
sonst wäre er schon längst im kesssel gelandet, bei soviel mist.
ein paar tage später war es soweit, sie gingen bunt bemalt auf die jagd
zum volk der pomados, die eigentlich recht friedlich sind.
sie waren alle gut vertarnt und schlichen sich vorsichtig an, denn
die pomados hatten gute ohren, vorallem bei wind.
natürlich waren alle leise, nur lumumba verhedderte sich in ein
paar lianen und strangulierte sich fast daran,
der häuptling war ausser sich, aber er musste ruhe bewahren, wenn
sie nicht auffallen wollten, es war ernst und kein fun.
plötzlich sprangen aus dem hinterhalt etliche pomados, sie schwangen
ihre messer und metzelten alle nieder.
nur den kleinen lumumba liessen sie am leben, für sie war er ein glücks-
bringer, sie huldigten ihm immer wieder.
als er alt genug war bekam er die tochter des häuptlings, sie war schön und klug,
sie bog immer alles hin was er verbockte, dies alleine ja ist schon genug,
aber sie war auch noch eine fruchtbare frau und bekam viele kinder, alle waren
so stolz auf sie, wie auf ihr stammesmaskottchen den pfau.
aus dem einstigen pechvogel lumumba wurde ein glückspilz, das alles nur durch
die liebe, das verständnis und die geduld seiner frau,
der stamm schwor dem kannibalismus ab, fortan jagten sie nur noch tiere
im kühlen morgentau,
manchmal auch am tage, wenn die sonne nicht so erbarmungslos schien und
der himmel war grau in grau.
wie lange wird es solche kleinen völkchen noch geben, bevor sie im
namen der wirtschaft geopfert werden?
lange wird es nicht mehr dauern, denn der profit ist wichtiger, als der
lebensraum für mensch und tier auf erden.


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