in eisiger kälte existierte in alaska, so lange ich denken kann,
das bordell " the mushy plum", gut besucht von jedem mann,
keiner der männer die hier lebten konnte sich dagegen wehren,
ab und zu auch mal dort einzukehren.
auch von weiter weg kamen sie angereist zu diesem besonderen und
beliebten puff,
denn dieser laden war sehr bekannt, sehr gut besucht und hatte einen
guten ruf,
die frauen mit denen man dort stundenweise sex haben konnte
für wenig geld,
erfüllten ihre aufgabe in dieser branche, wie alle anderen auch auf
der ganzen welt.
die "kunden" waren auch nicht anders wie männer in anderen ländern,
sie hatten die gleichen vorlieben und bedürfnisse, das wird sich nie ändern,
da gab es den einäugigen kunden rocky granate,
wenn ihn eine frau ansah wurde er rot wie eine tomate,
aber im bett machte er seinem namen alle ehre, jeder hörte es bis an die bar,
er brachte die damen zum schreien, ja, glaubt es mir, es ist wirklich wahr.
dann gab es den goldgräber fatty thunderfart, der dicke frauen liebte,
er schoss den vogel ab, als beim "kommen" sein colt die wand durchsiebte.
manchmal kam auch der stotternde toddy sausage-skin,
der versuchte alles um "ihn" aufzurichten, aber bisher hatte es keinen sinn.
einmal im monat, wenn zahltag war und es ward noch hell,
kam auch der gottesfürchtige jeremy hellbell in das bordell,
fragt mich nicht welchen unterschied es für ihn machte, ob es hell, oder
dunkel war, wenn er es tat,
vielleicht war die dunkelheit für seine prüde frau bestimmt und im hellen
wäre der bordellbesuch an ihr kein verrat.
jedenfalls betete er immer drei ave maria mit dem rosenkranz, bekreuzigte sich
drei mal, bevor er für den "spass" bereit war.
er strengte sich sehr an, kam auch auf seine kosten, aber danach musste er sein
schlechtes gewissen beruhigen an der bar.
wenn der winter vorüber war und der frühling nahte, das eis und der schnee
langsam verschwanden,
kamen auch die beiden trapper bully flapperdapp und barry zappadong in das
bordell um mit frauen "anzubandeln",
anbandeln ist wohl nicht das richtige wort, denn eigentlich wollten sie nur bei den
damen den gipfel erklimmen,
so gingen sie gemeinsam in das "mushy plum", denn dort war es am einfachsten
auch mal selbst zu bestimmen,
sie hatten nicht viel geld und für solche fälle gab es die zwillinge molly und
polly macgoo,
bei ihnen durfte jeder ran, auch für wenig geld, sie machten so gut wie nie ihre
schotten zu.
sie waren nicht grad die schönsten damen in dem bordell,
aber sie waren geschickt, bei ihnen kam jeder auf seine kosten, ganz schnell.
in diesem etablissement konnte man sich auch bis zum umfallen besaufen,
man musste sich nicht zwangsläufig dort körperliche liebe kaufen.
das ärgerte besonders den wirt vom saloon "zur latrine" so sehr,
denn nun kamen so viele kerle zu ihm zum saufen nicht mehr.
ihr lieben männer, wenn ihr jemals in alaska seid und ihr kommt nach potomahawk,
kehrt ein in das bordell, sucht euch eine frau aus, haltet einen kleinen smalltalk,
zahlt das geld für eine der damen, oder auch zwei, euch platzt vor gier die pelle,
das garantiere ich, denn die mädels im puff sind immer rechtzeitig zur stelle.
da man auch mit wenig geld spass haben konnte, liebten alle männer diesen
besonderen ort,
niemand hätte je geglaubt, dass das bordell mal nicht mehr da wäre für männer in
sexnot, doch nun ist es fort,
denn eines tages wurde das bordell in brand gesteckt von dem stadtbekannten
säufer bernie toothless, der war chronisch pleite und dauerblau,
er wollte bei molly einen treffer landen, nein sagte diese frau,
denn er hatte kein geld, da bot ihm der besitzer der latrine geld an, wenn er das
bordell abfackeln würde, aber bitte weint keine träne,
weder wegen des bordells, oder der damen, nicht wegen der männer und auch
nicht wegen bernie, dem säufer ohne zähne.
die männer brauchten solch ein etablissement nicht für den sex und das vergnügen,
denn auf jeden topf passt ein deckel, es gibt frauen genug im norden und im süden.
für den sex braucht nun keiner mehr zahlen, der wird jetzt zuhause praktiziert,
sofern die ehefrauen keine migräne haben, sie flunkerten oft und ganz ungeniert.
die damen aus dem bordell bekamen neue jobs in einer stadt namens stonyrock,
die bezahlung war gut und die männer waren nicht anders als in potomahawk.
das berühmte bordell " the mushy plum" in alaska ist nun geschichte,
es gibt nur noch ein bild davon im saloon "zur latrine" an der wand neben der anrichte.
nun geht auch diese story dem ende zu, es wird winter, mir ist kalt, ich setz mich
in meinen alten ohrensessel am kamin und bin im warmen,
zum schluss gedenken wir der männer in potomahawk, falten die hände zum gebet,
wünschen ihnen, dass ihre frauen nicht so oft migräne haben....amen.

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