Mittwoch, 16. September 2015

allein






es war so warm an diesem tag, doch ich fing an zu frieren,
es war ein tag wie jeder andere, ich wusste es noch nicht, ich würde so viel verlieren.

heute sollte sie sein, die grosse op, die befreiung von meinen schmerzen,
ich ahnte noch nicht, dass danach alles anders sein würde, etwas zerbrach in meinem herzen.

ich wachte auf, ich fror, ich hatte durst, ich zitterte, alles war taub, ich war allein,
so hatte ich mir das nicht vorgestellt, ich wollte nicht mehr leben, nur noch tot sein.

ich lag in meinem zimmer, konnte mich nicht bewegen, den blick gerichtet zur wand,
ich konnte nicht laufen, die füsse waren taub, ich war noch immer allein, ich verlor fast den verstand.

jede bewegung tat weh, eine lange naht am rücken entlang mit klammern gehalten,
die schwestern mussten mich waschen, überall, und die bettpfanne halten.

die meistern schwestern waren gemein, die ärzte kamen für 2 minuten zur visite herein,
und ich lag im bett, fühlte mich furchtbar, konnte nichts machen und war immer noch allein.

ich werde niemals diese schreckliche zeit vergessen, ich war gebrochen, mein lebenswille war weg,
ich rappelte mich auf, begann wieder laufen zu lernen, immer noch alleine, ich fühlte mich wie dreck.

seitdem glaube ich nicht mehr an die liebe, ich wurde zu sehr enttäuscht von dem mann der mein leben war,
ich hatte gehofft, gebetet, gejammert, geklagt, geweint, ich hab alles versucht, aber er war nicht
für mich da.

all die jahre, fast acht an der zahl, habe ich ihm geschenkt, hab ihn geliebt, war immer für ihn da,
doch er blieb kalt, die arbeit und das fliegen sind nun wichtiger als ich es jemals war.

ich bin allein, doch ich will es nicht sein, doch ich bin allein, allein, allein, allein,
verdammt, warum hilft mir keiner, warum kann ich mir nicht helfen, ich spring ins wasser hinein.

ich bin verdammt dazu zu lieben und nicht wiedergeliebt zu werden, er ignoriert all mein flehen,
ich bin halt allein, er hört mich nicht, er sieht mich nicht, er spricht nicht mit mir, ich muss gehen.

so sei es denn, es ist egal ob ich nun mit ihm oder ohne ihn alleine bin,
all die jahre, all die tränen, all mein hoffen und sehnen nach liebe machten keinen sinn.

ich bin gebrochen, mein herz, es pocht wie laut und wild vor schmerzen,
es ist zerbrochen an all der kälte, einsamkeit macht sich breit, nun auch in meinem herzen.







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