sommer, wespen, sticheleien,
ach es ist doch echt zum schreien,
wenn man harmlos draussen steht,
einem der wind so um die nase weht.
doch leider weht nicht nur der wind,
auch ein paar wespen fliegen ganz geschwind,
einem um den kopf, die nase, dem ganzen körper, wie mir das graut,
ich spür schon förmlich den stachel in meiner haut.
summ summ und brumm brumm und dann wie ein blitz,
die wespe visiert mich an, schaut aus nem augenschlitz.
wir stehen uns gegenüber, ich zitter, sie flattert vor gier,
da passiert es, sie rast auf mich zu, der stachel trifft genau: blödes tier !
ich hab auf der nase eine beule, seh aus wie ein nashorn,
ich schreie und hüpfe, da sticht sie nochmal von vorn.
nun ists passiert, ich habe drei warzen im brustbereich,
ich stöhne und wimmer, nun ist mir alles gleich.
sie oder ich, einer von uns beiden muss dran glauben,
doch erstmal ist meine hand dran, ich könnt vor wut schnauben,
denn sie stach mich erst in die eine, dann in die andere hand,
ich fall auf die kniee, ich lehn mich gegen die wand,
mein leben, fast ausgehaucht, es zieht an mir vorbei,
da höre ich einen ohrenbetäubenden schrei...
ach das war ja ich, als das untier mich stach in den fuss,
nun bin ich schwerstverwundet, ich hebe die hand zu einem letzten gruss.
da versetzt mir das monster den entscheidenden hieb,
sie sticht mir in den po, nun leb wohl welt, die zeit rinnt dahin wie durch ein sieb.
ich falle der länge nach hin, mein leben ist keinen pfifferling mehr wert,
so ein kleines tier hat mich besiegt, was ist die welt doch verdreht und verkehrt.
doch plötzlich... die lebensgeister kehren wieder,
ich fiel auf die wespe, sie ist tot, nun bin ich doch der sieger.

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