ein kleiner frosch sass quakend am teich,
er war nicht arm und auch nicht reich,
er war nur grün und furchtbar allein,
denn alle frösche wurden verwandelt in stein.
nur der kleine frosch konnte sich retten,
er schlief friedselig hinter ein paar kletten.
wer hatte den fröschen das angetan?
die böse storchenhexe mit einem zaubertrank aus lebertran.
sie wollte sich rächen weil froschmama ihr kind nicht hergeben wollte,
da mussten alle dran glauben, ausser das froschkind, das sass nun da und grollte.
wie könnte der kleine seine familie befreien aus dem stein?
er hatte keine kraft, denn er war doch noch so klein.
aber er war schlau, viel schlauer als die ganze familie es war,
er schaute sich um, aber zum glück war die storchenhexe nicht mehr da.
der kleine frosch baute eine froschattrappe aus kletten, laub und klee,
er setzte den falschen frosch auf ein seerosenblatt mitten im see ,
da kam die hexe angeflogen und wollte auch diesen verwandeln in stein,
doch sie und der falsche frosch waren zu schwer und vielen in den see hinein.
die böse storchenhexe konnte nicht mehr wegfliegen, ihr gefieder wurd nass,
so ging sie jämmerlich kreischend unter im see, den kleinen frosch freute das,
denn als die hexe tot war und im see ihr grabe fand,
da wurden alle frösche wieder zu fleisch wie von geisterhand.
ach war das eine freude, die frösche quakten vor seligkeit die ganze nacht,
nun wisst ihr auch warum die frösche quaken aus voller brust, mit ganzer macht
und sollten sie eines tages nicht mehr quaken bei tag und bei nacht,
dann hat die hexe sich befreit aus ihrem nassen grab und alle frösche umgebracht.

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