Donnerstag, 30. Juli 2009

die kleine Schnecke







es war einmal ne kleine schnecke,
sie kroch des wegs schon ne lange strecke.
fast einen meter hatte sie schon hinter sich gelassen,
sie atmete schwer und konnte es nicht fassen.
sie war so stolz und noch so klein,
da bemerkte sie, sie hing an einem bein.
genau genommen an einem knie,
was sollte sie tun, sie war so schnell wie noch nie.
denn sie wollte doch zum nächsten beet voller kohl,
doch hier waren nur haare, ein ganzes bein davon voll.
sie musste sich sputen, denn sie wurde entdeckt,
die frau an der sie hing, hatte sich furchtbar erschreckt.
das schnecklein raste als wenn der teufel hinter ihr wäre,
sie pustete und hustete und stand vor einer barriere.
eine dicke warze versperrte den weg,
wie sollte sie es schaffen, war es zu spät?
da kam ihr die idee, einfach an der warze zu nagen,
sie hatte glück, die frau hatte grad anderes zu ertragen.
sie hatte ein paar bienen, die sich auf ihr niederliessen,
so konnte die schnecke die warze geniessen.
sie frass sie auf und konnte den weg nach unten weiterkriechen,
die frau hatte lauter stiche auf der nase und konnte nichts mehr riechen.
die kleine schnecke aber fand den weg nach unten bei den steinen,
sie landete auf dem weg zum beet mit dem kohl, dem feinen.
sie kam unbeschadet dort an und konnte sich am kohle laben,
doch plötzlich ein geräusch, da kam ein igel über den graben.
die kleine schnecke seufzte ein letztes mal ganz verschreckt,
dann war sie im darm vom igel, so ist es halt, wenn man verreckt.
das schicksal ist oft grausam, ungerecht und kalt,
manche sterben jung und manche werden alt.








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